Mandschurenkranich

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Mandschurenkranich

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
Familie: Kraniche (Gruidae)
Unterfamilie: Echte Kraniche (Gruinae)
Gattung: Grus
Art: Mandschurenkranich
Wissenschaftlicher Name
Grus japonensis
Statius Müller, 1776

IUCN-Status
Endangered (EN)

Der Mandschurenkranich (Grus japonensis) zählt innerhalb der Familie der Kraniche (Gruidae) zur Gattung Grus. Im Englischen wird der Mandschurenkranich red-crowned crane, japanese crane oder manchurian crane genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Mandschurenkranich erreicht eine Höhe von 1,5 Metern und ein Gewicht von bis zu 10 Kg. Seine Flügelspannweite beträgt 2,2 bis 2,5 Meter. Weibchen sind insgesamt etwas kleiner. Die Lebenserwartung liegt bei rund 30 Jahren. Das Gefieder ist überwiegend weiß, wobei die Schwingen, das Gesicht und der Hals grauschwarz gefärbt sind. Auf dem Oberkopf hat er einen roten Schopf, der ihn leicht als Mandschurenkranich ausmachen läßt. Die sehr langen Beine lassen ihn mühelos durch Flachwasser und Uferbesäumungen waten. Der Schnabel ist spitz zulaufend und perfekt an seine Jagdtechniken angepasst.

Verbreitung

Dieser Kranich ist in Ostasien, insbesondere in der Mandschurei und auf der japanischen Insel Hokkaido zu Hause. Er bevorzugt Süßwasser-Feuchtgebiete, Sümpfe und andere feuchte Lebensräume.

Ernährung

Neben pflanzlicher Kost frisst er auch allelei Kleingetier wie Fische, kleine Reptilien, Frösche und Insekten.

Fortpflanzung

Der Mandschurenkranich baut sein Nest in relativ tiefem Wasser inmitten von Schilf. Er verbaut dabei Gras, Schilf und andere Pflanzenteile. Das Weibchen legt 2 Eier, die sie 26-34 Tage bebrütet. Die Küken, die über ein braunes Dunenkleid verfügen, sind Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Sie sind nach rund 3 Monaten flügge und erreichen die Geschlechtsreife mit 3-4 Jahren.

Gefährdung und Schutz

In der Roten Liste der IUCN wird der Mandschurenkranich als stark gefährdet geführt. Mittlerweile sind alle natürlichen Verbreitungsgebiete unter Schutz gestellt. Gründe für den starken Rückgang ist der Verlust der Lebensräume und die starke Bejagung.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Klasse der Vögel (Aves)

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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