Mandarinente

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Mandarinente

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Enten (Anatinae)
Tribus: Schwimmenten (Anatini)
Gattung: Aix
Art: Mandarinente
Wissenschaftlicher Name
Aix galericulata
Linnaeus, 1758

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Mandarinente (Aix galericulata) gehört innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zum Tribus der Schwimmenten (Anatini). Im Englischen wird die Art Mandarin Duck genannt (IUCN, 2014).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Mandarinente erreicht eine Größe von etwa 45 cm sowie ein Gewicht von bis zu 650 Gramm. Die Flügelspannweite beträgt rund 70 cm. Während der Brutzeit zeigt sich zwischen Männchen und Weibchen ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus. Das Männchen ist farbenprächtig gefärbt und schimmert metallisch grün. Der Kopf ist seitlich weiß gefärbt und geht in einen braunen Backenbart über. Auf dem Kopf ist eine herrliche Federhaube zu sehen. Die Brust ist fast schwarz und wird zu den beigefarbenen Flanken durch weiße Bänder abgegrenzt. Die Flügel sind teilweise orange gefärbt. Der Schnabel ist leuchtend rot. Das Weibchen hingegen verfügt nur über ein unauffälliges Tarnkleid, das gemusterte Brauntöne aufweist. Darüber hinaus weisen die Augen der Weibchen weiße Ringe auf. Die Tiere leben paarweise oder in kleinen Gruppen. Aufgrund ihrer kleinen Krallen an den Füßen können sie sich sehr gut im Geäst der Bäume bewegen. Zudem sind sie schnelle und wendige Flieger.

Verbreitung

Das ursprüngliches Verbreitungsgebiet der Mandarinenten ist NO-Asien. Japan, Korea sowie der Nordosten Chinas bilden die Hauptverbreitungsgebiete. In diesen Ländern gibt es leider nur noch wenige tausend Brutpaare. Sie leben hauptsächlich an vegetationsreichen Seen, Flüssen und Bächen. In Europa und Nordamerika sind sie mittlerweile auch heimisch und stellenweise häufig anzutreffen.

Ernährung

Mandarinenten fressen neben Samen, Eicheln und Nüssen auch Würmer, Schnecken und Insekten. Sie sind dabei nicht wählerisch. Besonders in den Morgen- und Abendstunden gehen sie auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen die Enten bereits mit 9 bis 10 Monaten. Die Brutsaison erstreckt sich über die Monate April bis Juni. Mandarinenten brüten in Baumhöhlen in Höhen von teilweise 10 m. Das Weibchen legt zwischen 6 und 10 weißliche Eier in die Bruthöhle. Die Eier haben etwa eine Größe von 5 cm und werden etwa 30 Tage lang vom Weibchen bebrütet. Die geschlüpften Jungvögel sind Nestflüchter und folgen bald nach dem Schlüpfen der Mutter. Dabei lassen sie sich vom Baum auf den Boden fallen, ohne dass sie dabei verletzt werden. Während der nächsten 6 Wochen werden sie von der Mutter geführt. Danach sind sie flügge.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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