Madagaskar-Taggecko

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Madagaskartaggecko

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Geckos (Geckonidae)
Gattung: Taggeckos (Phelsuma)
Art: Madagaskar-Taggecko
Wissenschaftlicher Name
Phelsuma madagascariensis
Gray, 1825

Der Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis) gehört innerhalb der Familie der Geckos (Geckonidae) zur Gattung der Taggeckos (Phelsuma).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Madagaskar-Taggecko gehört innerhalb der Familie der Geckos zur Gattung der Taggeckos. Er erreicht, je nach Unterart, eine Länge von 10 bis 30 cm. Markantes Zeichen sind ihre Augen, die keine schließbaren Lider besitzen. Mit der langen Zunge streichen sie über ihre Augen um sie sauber und feucht zu halten. Geckos sind in der Lage ihre grasgrüne Grundfärbung der gekielten Schuppen von hell bis dunkel zu variieren. Zudem ist ihr Rücken mit scharlachroten Flecken und Bändern überzogen, was eine vorzügliche Tarnung ermöglicht. Zwischen Augen und Nasenöffnung zieht sich beidseitig ein rotes Band. Die Färbung wird zur Kehle hin und bauchseitig heller.

Insgesamt sind Männchen ein wenig größer, haben einen breiteren Kopf und Schenkelsporen, die nach hinten abstehen. Dank ihrer winzigen Härchen an den Fußsohlen können sie sich selbst auf glatten Flächen mühelos halten. Sie sind tagaktiv und halten sich vornehmlich in Bäumen, Bananenstauden und in der Nähe von Menschen auch auf Mauerwerk auf. Wie viele Echsenarten können Taggeckos auch ihren Schwanz bei Gefahr abwerfen. Es sind mehrere Sollbruchstellen vorhanden. Sie leben in der Regel als Einzelgänger, da sie untereinander aufgrund ihres Revierverhaltens sehr aggressiv sind. Nur zur Paarung finden sie sich gelegentlich zusammen.

Unterarten

Verbreitung

Taggeckos leben ausschließlich auf Madagaskar und einigen umliegenden Inseln. Sie bewohnen den tropischen Urwald, sind als Kulturfolger aber auch in menschlichen Siedlungen anzutreffen. Dort sieht man sie gerne, da sie die Häuser der Einwohner von Insekten frei halten.

Ernährung

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Neben Insekten und deren Larven fressen sie auch kleine Reptilien und Amphibien. Selbst junge Mäuse können insbesondere vom großen Madagaskar-Taggecko mühelos verzehrt werden. Darüber hinaus fressen sie gerne Blütennektar und tragen somit auch zur Bestäubung dieser Pflanzen bei.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen Madagaskar-Taggeckos mit knapp 2 Jahren. Bei der Paarung, die sich über den Zeitraum von Mai bis September erstreckt, verbeißt sich das Männchen im Nacken des Weibchens. Der Paarungsakt kann durchaus 15 bis 30 Minuten dauern. Das Weibchen legt 2 Eier, die sie an Blättern oder anderen Oberflächen klebt. Insgesamt legt sie zwischen 10 und 20 Eier pro Jahr. Die Jungtiere schlüpfen je nach Inkubationstemperatur nach rund 65 bis 70 Tagen. Die Geburtsgröße beträgt zwischen 6 und 7 cm. Kurz nach der Geburt häuten sie sich zum 1. Mal.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Geckos (Gekkonidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534

Links

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