Leopardgecko

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Leopardgecko

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Lidgeckos (Eublepharidae)
Gattung: Leopardgeckos (Eublepharis)
Art: Leopardgecko
Wissenschaftlicher Name
Eublepharis macularius
Blyth, 1854

Verbreitungsgebiet
Verbreitungsgebiet rot markiert

Der Leopardgecko (Eublepharis macularius) zählt innerhalb der Familie der Lidgeckos (Eublepharidae) zur Gattung der Leopardgeckos (Eublepharis). Im Englischen wird diese Art als Leopard gecko bezeichnet. Das erste Mal wissenschaftlich beschrieben wurde dieser Gecko von Edward Blyth im Jahre 1854.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Leopardgecko erreicht eine Gesamtlänge von 25 bis 30 cm, wobei die Hälfte der Gesamtlänge auf den Schwanz entfällt. Der Schwanz dient den Tieren in Mangelzeiten als Fettspeicher. Die Grundfärbung variiert zwischen gelblich und hellbraun. Die Körperoberfläche ist mit einem leopardenartigen Muster aus Flecken und Punkten versehen. Diese Musterung war für diese Art namensgebend. Die Bauchseite ist weißlich bis cremefarben. Anders als bei den meisten Geckos haben die Leopardgeckos Augenlider, die sie verschliessen können. Leopardgeckos und andere Geckoarten mit dieser Eigenschaft werden in die Unterfamilie der Lidgeckos (Eublepharinae) zusammengefasst. Die Geschlechter sind deutlich erkennbar. Das Männchen weist einen massigen Körperbau sowie einen dickeren Kopf auf. Zudem sind bei ihm die Präanalporen deutlich erkennbar.

Leopardgeckos sind überwiegend nachtaktive Bodenbewohner, die sich tagsüber in Höhlen oder anderen Unterschlüpfen zurückziehen. Die Höhlen werden stellenweise selbst gegraben oder von anderen Tieren übernommen und erweitert. Hierzu verfügen sie über kräftige Beine mit kleinen Krallen. Sie verfügen über keine Haftlamellen unter ihren Zehen. Leopardgeckos können bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen, der nach einigen Monaten wieder nachwächst. Der nachgewachsene Schwanz strahlt allerdings nicht mehr die alte Eleganz aus, sondern ist mehr oder weniger verkrüppelt. Den Vorgang abgefallene Körperteile zu ersetzen nennt man in der Biologie Autotomie. Wie alle Reptilien häutet sich der Leopardgecko in bestimmten Zeiträumen, da die Haut nicht mitwächst. Während der kalten Jahreszeit halten die Tiere eine Winterruhe von einigen Monaten.

Unterarten

Verbreitung

Diese Geckoart ist in weiten Teilen Asiens verbreitet. Die Verbreitungsgebiete erstrecken sich über Bangladesch, Nordindien, Teile Pakistans, Afghanistan, Iran und Irak sowie in Vorderasien über Turkmenistan und Syrien bis in die Türkei. Die Tiere bevorzugen trockene bis halbtrockene Steppengebiete.

Ernährung

Der Leopardgecko ernährt sich hauptsächlich von Insekten aller Art wie Heuschrecken, Würmer, Maden und Larven. Auch nestjunge Kleinsäuger werden in passender Größe gefressen. Hier und da nehmen die Leopardgeckos auch pflanzliche Nahrung zu sich. Weibchen stellen kurz vor der Eiablage die Nahrungsaufnahme vorübergehend ein.

Fortpflanzung

Der Leopardgecko erreicht die Geschlechtsreife mit 18 bis 24 Monaten. Die Paarungszeit beginnt meist kurz nach der Winterruhe. Rund drei bis vier Wochen kommt es zur Eiablage. Das Weibchen legt ein bis zwei Eier in weichen Bodengrund. Hierbei kann es zu bis zehn Gelegen kommen. Die Inkubationszeit richtet sich stark nach der Temperatur. Unter kontrollierten Bedingungen schlüpfen die Jungtiere nach 40 bis 65 Tagen. Die Bruttemperatur wirkt sich auch auf die Geschlechter der Jungtiere aus. Bei über 33°C schlüpfen überwiegend Weibchen. Bei über 31,5°C schlüpfen meist nur Männchen. Im Freiland erfolgt der Schlupf meist nach 90 bis 100 Tagen. Die geschlüpften Jungtiere weisen eine Länge von 80 bis 85 mm auf, wobei die Hälfte der Gesamtlänge auf den Schwanz entfallen. Anders als adulte Tiere, sind die Jungtiere bräunlich bis ockerfarben und weißlich gebändert. Ab dem fünften Monat stellt sich die adulte Ausfärbung ein. Leopardgeckos können ein Alter von 24 Jahren erreichen. In Freiheit dürfte die Lebenserwartung weit darunterliegen.

Galerie

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Geckos (Gekkonidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
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