Leopard
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| Leopard | |
|---|---|
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| Systematik | |
| Klasse: | Säugetiere (Mammalia) |
| Unterklasse: | Lebendgebärende Säugetiere (Theria) |
| Teilklasse: | Höhere Säugetiere (Eutheria) |
| Ordnung: | Raubtiere (Carnivora) |
| Familie: | |
| Unterfamilie: | Großkatzen (Pantherinae) |
| Gattung: | Panthera |
| Art: | Leopard |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Panthera pardus | |
| Linnaeus, 1758 | |
| IUCN-Status | |
| Near Threatened (NT)
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Der Leopard (Panthera pardus) gehört innerhalb der Familie der Katzen (Felidae) zur Gattung Panthera. Unter allen Großkatzen hat der Leopard das größte Verbreitungsgebiet.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Leopard erreicht eine Körperlänge von bis zu 150 cm, eine Schulterhöhe von 80 cm sowie ein Gewicht von bis zu 80 Kg. Der Schwanz weist eine Länge von 50 bis 60 cm auf. Das Fell ist ocker bis hellbraun und mit schwarz-braunen rosettenförmigen Mustern versehen. Neben dieser Nominalfärbung kann es zu Schwärzlingen kommen, die komplett schwarz gefärbt sind und Panther genannt werden. Diese Fellfärbung ist vererblich. Der Leopard verfügt über sehr gut entwickelte Sinne. Gehör- Seh- und Geruchssinn sind optimal an sein Verbreitungsgebiet und sein Jagdverhalten angepasst. Er ist einzelgängerisch, der vorzugsweise nachts aktiv ist und tagsüber auf Bäumen zu finden ist. Aufgrund der starken Bejagung, insbesondere wegen der Felle für die Pelzindustrie, ist der Leopard in weiten Teilen seiner Verbreitungsgebiete vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.
Verbreitung
Die größten Populationen der Art leben heute in Afrika südlich der Sahelzone. In Asien und dem Nahen Osten leben kleinere Populationen, die stark vom Aussterben bedroht sind. Im Pleistozän war der Leopard auch in Europa weit verbreitet. Der Leopard stellt nur geringe Ansprüche an seinen Lebensraum. Ausreichend Beute und Bäume für seinen Rückzug genügen ihm.
Unterarten (Auswahl)
| Trivialname | Wissenschaftlicher Name | Erstbeschreiber | IUCN-Status | Vorkommen |
| - | Panthera pardus adusta | Pocock, 1927 | LR | Äthiopien |
| Mittelpersischer Leopard | Panthera pardus dathei | Zukowsky, 1959 | LR | Iran |
| Indischer Leopard | Panthera pardus fusca | Meyer, 1794 | LR | Indien |
| Chinesischer Leopard | Panthera pardus japonensis | Gray, 1862 | EN | China |
| Ceylon-Leopard | Panthera pardus kotiya | Deraniyagala, 1956 | EN | Sri Lanka |
| Westafrikanischer Waldleopard | Panthera pardus leopardus | Schreber, 1775 | LR | Westafrika |
| Südafrikanischer Leopard | Panthera pardus melanotica | Günther, 1885 | LR | Südliches Afrika |
| Java-Leopard | Panthera pardus melas | G. Cuvier, 1809 | CR | Java |
| Kaschmir-Leopard | Panthera pardus millardi | Pocock, 1930 | LR | Kaschmir |
| - | Panthera pardus nanopardus | Thomas, 1904 | LR | Somalia |
| Arabischer Leopard | Panthera pardus nimr | Hemprich, & Ehrenberg, 1927 | CR | Arabische Halbinsel, Israel |
| Amur-Leopard | Panthera pardus orientalis | Schlegel, 1857 | CR | Amur Gebiet, Korea |
| Berber-Leopard | Panthera pardus panthera | Schreber, 1777 | CR | Zentral- und Ostafrika |
| Leopard | Panthera pardus pardus | Linnaeus, 1758 | LR | Zentral- und Ostafrika |
| Nepal-Leopard | Panthera pardus pernigra | Gray, 1863 | LR | Nepal, Kaschmir |
| Kamerun-Leopard | Panthera pardus reichenowi | Cabrera, 1918 | LR | Algerien, Ägypten |
| Persischer Leopard | Panthera pardus saxicolor | Pocock, 1927 | EN | Iran, Afghanistan |
| Belutschistan-Leopard | Panthera pardus sindica | Pocock, 1930 | LR | Pakistan |
| Ostafrikanischer Leopard | Panthera pardus suahelica | Neumann, 1900 | LR | Ostafrika |
| Anatolischer Leopard | Panthera pardus tulliana | Valenciennes, 1856 | CR | Türkei |
Gefährdung, Schutz
CITES, Washingtoner Artenschutzübereinkommen, Anhang I, seit 01.07.1975
Erährung
Der Leopard ist nicht wählerisch. Er frisst sowohl größere Säuger, Affen und Nagetiere als auch Reptilien und Vögel. Seine Art des Beutezuges ist sehr energiesparend. Als Anschleich- und Lauerjäger kommt es bei der Jagd nur zu kurzen Verfolgungen der Beute. Seine erlegte Beute zerrt er üblicherweise auf Bäume, um sie vor Fressfeinden zu schützen. Er ist ein ausgezeichneter Kletterer. Als Einzelgänger beansprucht er ein Revier von durchschnittlich 50 qkm, das durch Urin und Kratzspuren markiert wird.
Fortpflanzung
Der Leopard erreicht die Geschlechtsreife mit rund 30 Monaten. Die Paarungszeit ist in den afrikanischen Verbreitungsgebieten an keine Jahreszeit gebunden. In den übrigen Gebieten wird die Paarung im Frühjahr vollzogen. Leoparden kommen nur zur Paarung zusammen. Die Aufzucht der Jungen erfolgt nur durch das Weibchen. Nach einer Tragezeit von 90 bis 110 Tagen bringt das Weibchen an einem geschütztem Platz 2 bis 3, selten mehr, Junge zur Welt. Die Jungtiere sind anfangs noch blind und weisen eine Länge von 25 bis 35 cm sowie ein Gewicht von 400 bis 550 Gramm auf. Nach etwa 10 Tagen öffnen die Jungtiere ihre Augen. Das Weibchen säugt ihren Nachwuchs für etwa 3 Monate. Die Jungtiere bleiben insgesamt für 18 bis 24 Monate bei der Mutter. Leoparden erreichen ein Alter von 15 bis 20 Jahren.
Anhang
Literatur und Quellen
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
- Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
- David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
- Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
- Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

