Kleinfleckkatze

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Kleinfleckkatze

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)
Gattung: Oncifelis
Art: Kleinfleckkatze
Wissenschaftlicher Name
Oncifelis geoffroyi
Syn. Leopardus geoffroyi
d'Orbigny & Gervais, 1844

IUCN-Status
Near Threatened (NT)

Die Kleinfleckkatze (Oncifelis geoffroyi; Syn. Leopardus geoffroyi), die gelegentlich auch Salzkatze genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Katzen (Felidae) zur Gattung Oncifelis.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Kleinfleckkatze erreicht eine Körperlänge von rund 60 Zentimeter, eine Schwanzlänge von bis zu 30 Zentimeter sowie ein Gewicht von drei bis sieben Kilogramm. Die Männchen werden etwas größer und stämmiger als Weibchen. Das Fell ist meist gräulich bis gelblichbraun gefärbt und weist unregelmäßige schwärzliche Flecken auf. Eher selten kann es auch zu Schwärzlingen kommen. Die Katzen leben sowohl auf dem Boden als auch auf Bäumen. Die Nacht verbringen sie in den Bäumen. Sie sind gute Schwimmer und fangen nicht selten in Flüssen Fische und Krebstiere. Die einzelgängerisch lebenden Kleinfleckkatzen beanspruchen ein Revier von fünf bis zehn Quadratkilometern. Die Geschlechter treffen sich nur während der Paarungszeit. Die Art ist mittlerweile stark von der Ausrottung bedroht. Hauptgründe sind zum einen der Verlust ihrer Lebensräume und der Handel mit ihren Pelzen. Dieser Handel ist allerdings seit vielen Jahren verboten. Das Verbot wird im Washingtoner Artenschutzabkommen, Anhang I geregelt. In der Roten Liste des IUCN wir die Art als stark gefährdet geführt.

Unterarten

Verbreitung

Die Kleinfleckkatze ist in den Südlichen Teilen Südamerikas beheimatet. Sie kommt insbesondere in Argentinen, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay und Uruguay vor. Neben Sekundärwald wird auch die offene Pampa und Grasland besiedet. In Höhenlagen ist sie östlich der Anden in Höhen von bis zu 3.200 Metern anzutreffen.

Nahrung

Kleinfleckkatzen ernähren sich als Carnivor räuberisch. Sie erbeuten dabei meist Nagetiere wie Hasen und Tiere ähnlicher Größe. Im Wasser erbeuten sie gelegentlich auch Fische. Auch kleinere Reptilien und sogar Insekten werden nicht verschmäht.

Fortpflanzung

Die Kleinfleckkatze erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit kann sich über das ganze Jahr erstrecken. Nach einer Tragezeit von 72 bis 78 Tagen bringt das Weibchen an einem geschützten Ort wie Baumhöhlen, Felsnischen oder unter dichten Büschen zwischen zwei und drei Jungtiere zur Welt. Sie wiegen zwischen 65 und 75 Gramm. Mit der Aufzucht haben die Männchen nichts zu tun. Die Kleinfleckkatze kann ein Alter von zehn bis fünfzehn Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

  • Die Familie der Katzen (Felidae)

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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