Kleines Wiesenvögelchen

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Kleines Wiesenvögelchen

Taxonomie
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Unterordnung: Glossata
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Augenfalter (Satyridae)
Tribus: Coenonymphini
Gattung: Coenonympha
Art: Kleines Wiesenvögelchen
Wissenschaftlicher Name
Coenonympha pamphilus
(Linnaeus, 1758)

Das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus), der gelegentlich auch Kleiner Heufalter genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Augenfalter (Satyridae) zur Gattung der Coenonympha.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Kleine Wiesenvögelchen erreicht eine Flügelspannweite von 25 bis 35 Millimeter und gehört somit zu den kleineren Faltern. Weibchen werden dabei etwas größer als Männchen. Die Flügeloberseite ist gelbbraun bis bräunlich gefärbt. Gelegentlich kann die Färbung auch leicht ins orangene gehen. Ein Markantes Auge ist in der Oberen Ecke der Vorderflügel zu sehen. Dieses Auge kann aber auch je nach Verbreitungsgebiet fehlen oder nur schwach ausgebildet sein. Die Flügelunterseite ist deutlich heller, meist reicht hier die Färbung von gräulichweiß bis zu einem hellen graubraun. Körper und Flügel sind recht kräftig und pelzig behaart. Die mittellangen Fühler verdicken sich zum Ende hin keulenartig. Die Extremitäten weisen eine graubraune Färbung auf.

Lebensweise

Das Kleine Wiesenvögelchen weist eine Flugzeit von April bis November auf. Meist treten zwei oder sogar drei Generationen in einer Saison auf.

Verbreitung

Das Kleine Wiesenvögelchen ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verbreitet. Auch in Nordafrika und in Mittelasien ist diese Art weit verbreitet anzutreffen. Das Kleine Wiesenvögelchen ist meist an Wäldrändern, Wiesen und im Grasland zu beobachten. In Höhenlagen kommt das Kleine Wiesenvögelchen bis in Höhen von fast 2.000 Meter vor.

Ernährung

Kleines Wiesenvögelchen
vergrößern
Kleines Wiesenvögelchen

Der Falter des Kleinen Wiesenvögelchen ernährt sich von Nektar und Pollen. Die Raupen ernähren sich vegetatisch von verschiedenen Blättern. Dazu gehören unter anderem verschiedene Sorten Straußgras, Roter Schwingel, Wiesen-Rispengras, Borstgras und ähnliches.

Fortpflanzung

Die Eiablage erfolgt je nach Generation zu unterschiedlichen Zeiten und kann sich bis in den Herbst hineinziehen. Das Weibchen legt ihre grünlichen Eier einzeln auf die Blätter oder Stängel verschiedener Futterpflanzen. Nach bereits zehn bis zwölf Tagen schlüpfen die Raupen. Die Überwinterung erfolgt bei der zweiten oder dritten Generation im Raupenstadium. Die Raupen erreichen eine Endlänge von 20 bis 24 Millimeter. Die Grundfärbung der Raupen ist grünlich bis bräunlich. Nach rund fünf Wochen erfolgt die Verpuppung. Wenige Tage später erfolgt der Schlupf des fertigen Falters.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
'Persönliche Werkzeuge