Kürbisspinne

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Kürbisspinne
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Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Familie: Echte Radnetzspinnen (Araneidae)
Gattung: Kürbisspinnen (Araniella)
Art: Kürbisspinne
Wissenschaftlicher Name
Araniella cucurbitina
Clerck, 1757

Die Kürbisspinne (Araniella cucurbitina) zählt innerhalb der Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae) zur Gattung der Kürbisspinnen (Araniella).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Kürbisspinne erreicht je nach Geschlecht eine Körperlänge von fünf bis acht Millimeter. Männchen bleiben deutlich kleiner als Weibchen. Die Färbung des Thorax ist meist gelblichorange bis bräunlich gefärbt. Der Abdomen, der die Form eines Kürbis hat, weist eine grünliche Färbung auf. Zudem ist der Abdomen mit einigen Reihen kleiner dunkler Punkte gekennzeichnet. Oberhalb der Spinnwarzen ist eine orangefarbener Fleck auszumachen. Die leicht behaarten Beine sind mittellang und zum Teil rötlich bis gelblich gefärbt, zwischen den Färbtönen sind oft schwarze Abschitte zu sehen. Die Netze der Kürbisspinne weisen mit rund zehn bis zwölf cm im Durchmesser nur eine kleine Dimension auf. Die Netze werden meist zwischen Blüten und Stengeln errichtet, wo die Kürbisspinne auf ihre Beute wartet. Ihre Hauptaktivität läßt sich zwischen Mai und August beobachten.

Verbreitung

Die Kürbisspinne ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Sie lebt meist auf Waldlichtungen, an Waldrändern sowie in Parks und Gärten. Sie lebt in der niedrigen Vegetation, in den Büschen und oder ähnlicher Bewachsung.

Nahrung

Die Kürbisspinne ernährt sich räuberisch von anderen Insekten, die sie mit ihrem Netz fängt. Das Netz befindet sich meist in Bodennähe an Blumen oder anderen Gewächsen. Im Innern des Netzes wartet die Kürbisspinne auf ihre Beute. Dabei ist sie aufgrund ihrer Färbung vorzüglich getarnt und kaum auszumachen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird im Jahr nach dem Schlupf erreicht. Die Paarungszeit beginnt mit dem Sommer. Die Männchen weben ein Netz, um darauf Sperma zu lagern. Dieses Sperma nimmt das Männchen dann mit den Begattungshifsorganen auf, um es später einem Weibchen zu überreichen. Diese Begattungshilfsorgane liegen an den Pedipalpen. Ist ein Weibchen gefunden, so zupft das Männchen an dem Netz, um die Paarungsbereitschaft des Weibchens zu prüfen. Ist sie paarungsbereit, so nähern sie sich Stück für Stück. Wenn das Weibchen dem Partner ihr Geschlechtsteil darbietet, springt das Männchen auf ihren Bauch und übergibt die Samenpakete. Die Kopulation dauert nur wenige Sekunden. Danach erntfernt sich das Männchen rasch vom Netz.

Meist im August kommt es dann zur Eiablage. Das Weibchen legt ihre Eier in ein oder zwei Kokons ab, die sie an Pflanzenteilen haftet. Die Jungspinnen schlüpfen einige Wochen später, verbleiben aber meist noch einige Tage im Gespinst des Kokons. Die Färbung der Jungspinnen direkt nach dem Schlupf variiert zwischen rot und rotbraun. Sie überwintern als Jungspinnen und nehmen im Frühjahr ihre erste Nahrung zu sich. Zu diesem Zeitpunkt weisen sie bereits die chrakteristische adulte Färbung auf.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann, Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, Kosmos, 2006 ISBN 3440107469
  • Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere, Urania, Freiburg, 1994 ISBN 3332005022
  • Dick Jones, Der Kosmos-Spinnenführer, Frankh, 1990 ISBN 3440061418
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