Isopedella flavida

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Isopedella flavida

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Familie: Riesenkrabbenspinnen (Sparassidae)
Gattung: Isopedella
Art: Isopedella flavida
Wissenschaftlicher Name
Isopedella flavida
(L. Koch, 1875)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:029051]

Diese Spinnenart Isopedella flavida gehört innerhalb der Familie der Riesenkrabbenspinnen (Sparassidae) zur Gattung Isopedella. Isopedella flavida ist leicht mit den anderen Arten wie Isopeda vasta, Holconia immanis und Pediana regina zu verwechseln.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Isopedella flavida erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 19 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 23 Millimeter. Diese Art kann eine Beinspannweite von etwa 15 Zentimeter erreichen. Die Spinne weist in der Seitenansicht einen flachen Körper auf und ist für das Leben unter Rinde und anderen engen Spalten optimal angepaßt. Das Prosoma ist etwas gerundet, während das Opisthosoma mehr oval erscheint. Zusätzlich weist das Opisthosoma eine nicht sehr deutliche Blattzeichnung auf. Insgesamt ist der Körper mit einer braunen bis grauen Färbung versehen. Die Augen sind jeweils im Stirnbereich in zwei Reihen angeordnet, vier Frontalaugen in der oberen Reihe und vier Frontalaugen in der unteren Reihe. Die zwei Frontalaugen in der unteren Reihe sind etwas größer ausgebildet als die zwei kleinen Augen, die sich links und rechts neben den zwei Frontalaugen in der unteren Reihe befinden. Die Cheliceren und die Beine sind mit weißlichen Härchen besetzt.

Lebensweise

Isopedella flavida ist eine nachtaktive Spinne und man kann sie oft im Sommer während der Nacht an Wänden und an Decken von Wohnhäusern oder anderen Gebäuden beobachten. Die Spiderlinge bewegen sich schneller als die adulten Tiere und es ist schwierig die Jungspinnen zu fangen. Die Spinne ist nicht aggressiv.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Isopedella flavida befindet sich in Queensland sowie in Neusüdwales. Die Spinne hält sich nicht nur unter loser Rinde von Bäumen auf, sondern man findet sie häufig in landwirtschaftlichen Regionen, wo sie sich an Wänden und Decken von Wohnhäusern oder anderen Gebäuden aufhält.

Ernährung

Zum Beutespektrum der Isopedella flavida zählen allerlei kleine bis mittelgroße Insekten (Insecta), wie zum Beispiel Laubheuschrecken (Tettigoniidae) oder Käfer (Cleoptera). Die Spinne webt auch zur Jagd keine Netze oder Warnfäden. Sie ist eine sehr aktive Jägerin, welche zwischen dem Gebüsch in niedriger bis mehrere Meter hoher Vegetation flink und geschickt ihre Beute sucht, ihr über kurze Distanzen nachstellt und sie dann blitzschnell anspringt, packt und durch einen Giftbiss mit den kräftigen Giftklauen (Chelizeren) tötet. Offensichtlich verfügt sie über ein gutes Sehvermögen. Wie bei allen Spinnen muss die Beute bereits außerhalb des Körpers der Spinne verdaut werden. Dazu speit sie Verdauungssäfte in das Beutetier, welche es innerlich verflüssigen. Anschließend saugt sie die Beute so aus, das nur noch der Chitinpanzer, also das Außenskelett des Insektes, übrig bleibt.

Prädatoren

Heterodontyx bicolor mit Isopedella flavida
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Heterodontyx bicolor mit Isopedella flavida

Der natürliche Hauptfeind von Isopedella flavida ist die Spinnenwespe Heterodontyx bicolor. Die Fangtechnik der Spinnenwespe sieht folgdermaßen aus: Die Wespe sticht die Spinne zwischen ihren Cheliceren und sticht dann wieder im Bereich zwischen Prosoma und Opisthosoma. Die zwei Stiche bewirken eine komplette Immobilität der Spinne. Die Larven der Spinnenwespe ernähren sich von der erbeuteten Spinne, die von der weiblichen Spinnenwespe in die im Erdboden angelegten Brutzellen eingetragen wird. Die Brutzellen befinden sich meist in selbstgegrabenen Hohlräumen.

Toxizität

Der Biss der Spinne kann für den Menschen sehr schmerzhaft sein und ruft nekrotisierende Entzündungen hervor. Bei einem Biss sollte man unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Fortpflanzung

Vor der Paarung füllt das Männchen die Tarsen (Tarsus = letztes Glied eines Spinnenbeines) der Tastbeine (Pedipalpen) mit Samenflüssigkeit. Während der eigentlichen Kopulation führt er einen der beiden Pedipalpen in die Geschlechtsöffnung des Weibchens, die sogenannte Epigyne, ein und befruchtet dort durch das Absätzen eines Spermapaketes die Eier. Nach der Paarung webt das Weibchen mehrere Blätter zu einer Art kleinen Höhle zusammen, darin werden etwa 200 Eier in einem grauen bis weißlichen Kokon aus Spinnenseide abgelegt. Das Weibchen bewacht und verteidigt ihre Brut sehr aggresiv und attackiert jeden Störenfried, der sich dem Nest nähert. Die Jungspinnen schlüpfen etwa 3 Wochen nach der Eiablage. Auch diese werden noch eine Weile von der Mutter verteidigt.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 18. Mai 2008 <1>

  • Isopedella flavida - (L. Koch, 1875)
  • Isopeda flavida - L. Koch, 1875a
  • Isopeda flavida - Hogg, 1903a
  • Isopedella flavida - Hirst, 1990
  • Isopedella flavida - Hirst, 1993a

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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