Impala

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Impala

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Rinderartige (Bovidae)
Unterfamilie: Impalas (Aepycerotinae)
Gattung: Aepyceros
Art: Impala
Wissenschaftlicher Name
Aepyceros melampus
Lichtenstein, 1812

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Das Impala (Aepyceros melampus), auch Schwarzfersenantilope genannt, gehört innerhalb der Familie der Rinderartigen (Bovidae) zur Gattung Aepyceros. Im Englischen wird die Art Impala oder Black-faced Impala genannt. Es werden 6 Unterarten entschieden (Wilson & Reeder, 2005).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das mittelgroße und schlank gebaute Impala erreicht je nach Geschlecht und Unterart eine Körperlänge von 130 bis 140 cm, ein Stockmaß von gut 85 bis 95 cm sowie ein Gewicht von 40 bis 65 kg. Die Schwanzlänge beträgt etwa 40 cm. Böcke verfügen über lange, nach innen gedrehte gerippelte Hörner, die eine Länge von 50 bis 75 cm erreichen können. Das Fell weist eine rostbraune bis hellbraune Färbung auf. Die Bauchseite, die Partie um die Augen und der Nasenbereich sind weiß. Die Ohren sind von rundlich-ovaler Form und aufrecht stehend. Rechts und links vom Schwanz ist jeweils eine vertikale schwarze Linie zu erkennen. An den Fesseln der Hinterbeine hat das Impala kleine Haarbüschel. Dieser Büschel war für das Synonym namensgebend.

Lebensweise

Impalas sind sehr territorial. Die fortpflanzungsfähigen Böcke besetzen ein Revier, dass gegenüber anderen Böcken energisch verteidigt wird. Sie bewachen überdies einen Harem, der aus mehreren Weibchen und deren Nachwuchs besteht. Die Böcke markieren ihr Revier mit Urin und Kot. Impalas ohne Revier schliessen sich zu Junggesellentrupps zusammen. Die Tiere sind besonders in den Morgen- und Abendstunden aktiv. Zur heißen Tageszeit ruhen sie in der Regel. Während ihrer aktiven Zeit suchen sie auch regelmäßig Wasserlöcher auf. Zu den Hauptfeinden der Impalas zählen Löwen, Hyänen, Leoparden und an Wasserlöchern auch Krokodile. Zur Zeit sind die Bestände der Impalas noch nicht gefährdet.

Unterart

Verbreitung

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Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich südlich der Sahara über die Staaten, Tansania, Simbabwe, Kenia, Uganda und das nördliche Südafrika. Die Impalas bevorzugen ökologische Nischen zwischen offenem Grasland und lichten Savannenwäldern. Während der Regenzeit wird Grünland bevorzugt, während der Trockenzeit eher Waldflächen.

Ernährung

Impalas sind weit weniger seelektiv als andere Rinderartige. Als opportunistische Pflanzenfresser nehmen die Tiere eine breite Palette an pflanzlicher Nahrung zu sich. Sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Blüten, Schoten und Sämereien. Das Verhältnis von Gras zu anderer Nahrung variiert je nach Jahreszeit und Lebensraum. In der Regenzeit liegt der Anteil an Gräsern nicht selten bei mehr als 90%, in der Trockenzeit hingegen bei ca. 30%.

Fortpflanzung

Der Zeitpunkt der Paarungszeit richtet sich im Wesentlichen nach der Regenzeit. Zu dieser Zeit ist Nahrung ausreichend vorhanden. In Äquatorialafrika erstreckt sich die Paarungszeit beispielsweise über das ganze Jahr, in Ostafrika von Februar bis April und von Orober bis in den Dezember hinein. Der Östrus der Weibchen erstreckt sich über 12 bis 29 Tage und dauert meist 24 bis 48 Stunden an. Nach einer Tragezeit von 180 bis 210 bringt ein Weibchen an geschützter Stelle ein Jungtier zur Welt. Nach einer schnellen Wachstumsphase wird der Nachwuchs im Alter von 5 bis 7 Monaten von der Muttermilch entwöhnt. Die Geschlechtsreife wird im Alter von gut 1 Jahr erreicht. Impalas können ein Alter von 15 bis 20 Jahren erreichen.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899.
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066.
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999.
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X.

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