Heidespanner

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Heidespanner

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Spanner (Geometridae)
Gattunbg: Ematurga
Art: Heidespanner
Wissenschaftlicher Name
Ematurga atomaria
(Linnaeus, 1758)

Der Heidespanner (Ematurga atomaria), der auch Heidekraut-Spanner genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Spanner (Geometridae) zur Gattung Ematurga. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Heidespanner weist eine Flügelspannweite von etwa 3,0 Zentimeter auf. Die Geschlechter weisen einen deutlichen Gechlechtsdismorphismus auf. Die Flügel der Weibchen weisen einen weißlichen Grundton auf, die der Männchen einen hellbraunen bis ockerfarbenen. Auf den Flügeln beider Geschlechter zeichnen sich unregelmäßige bräunliche Quermuster ab. Eher selten kommt es auch zu melanistischen Farbvariationen. Die Fühler unterscheiden sich bei den Geschlechter ebenfalls. Die Fühler der Männchen sind stark gekämmt, die der Weibchen weisen diese Kämmung nicht auf und sind eher lang und dünn.

Lebensweise

Die tagaktiven Falter fliegen von April bis in den Spätsommer. In einigen Verbreitungsgebieten kann es dabei zu zwei Generationen im Jahr kommen. Sie sind allgemein langsame und wenig ausdauernde Flieger. Ihr Flug wirkt recht plump.

Verbreitung

vergrößern

Der Heidespanner ist in fast ganz Europa verbreitet. In Osteuropa reicht das Verbreitungsgebiet bis zum Ural. Auch in Zentral- und Ostasien ist dieser beheimatet. Natürliche Habitate sind in der Regel Heidelandschaften, Hochmoore, Moorlandschaften, offene Wälder, Waldränder und Lichtungen.

Ernährung

Die Raupen ernähren sich meist von Heidekraut, Wicke, verschienden Kleearten sowie von Beifuß. Die Imagines ernähren sich vom Nektar blütentragender Pflanzen.

Fortpflanzung

Die Eiablage erfolgt meist im Juni während des Frühsommers. Das Weibchen legt ihre Eier auf die Unterseite von Blättern. Aus den Eiern schlüpfen Raupen, die sich von diversen Grünpflanzen ernähren. Die Raupe besitzt Beinpaare im Brust- und im Hinterleibsbereich. Sie überwintert an geschlützter Stelle als Puppe. In warmen Verbreitungsgebieten kann es im Spätsommer durchaus zu einer zweiten Generation kommen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
'Persönliche Werkzeuge