Hawaiigans

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Hawaiigans

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neornithes)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Gänse (Anserinae)
Gattung: Meergänse (Branta)
Art: Hawaiigans
Wissenschaftlicher Name
Branta sandvicensis
Vigors, 1833

IUCN-Status
Vulnerable (VU)

Die Hawaiigans (Branta sandvicensis), auch unter den Synonymen Anser sandvicensis und Nesochen sandvicensis bekannt, gehört innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Meergänse (Branta). Im Englischen wird die Hawaiigans hawaiian goose oder nēnē genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Hawaiigans hat ein braunes Gefieder und einen dunklen Kopf, der Hals ist hell gefärbt. Das Weibchen ist etwas kleiner gewachsen und unauffälliger in der Farbgestaltung des Gefieders. Der Schnabel ist dunkelgrau bis schwarz. Bedingt durch den eingeschränkten Lebensraum und die übermäßige Einfuhr von Fressfeinden (z.B. Hunde und Katzen) gilt die Art als akut gefährdet. Eine zusätzliche Bejagung durch den Menschen verschlimmert diese Lage zusehens. Hawaiigänse können ein Alter von 25 bis 30 Jahren erreichen. Diese Art ist akut vom Aussterben bedroht.

Verbreitung

Die Hawaiigans kommt ausschliesslich auf der Insel Hawaii vor, die zu den USA gehört. Sie bewohnt die fruchtbaren Lavafelder bis in Höhen von 2500 Metern. Sie gilt als Standvogel und bleibt das ganze Jahr in ihrem angestammten Lebensraum.

Ernährung

Die Gans lebt ausschliesslich von pflanzlicher Kost wie Gräsern, Samen und Beeren. Sie benötigt keine separate Wasserzufuhr, da sie ihren Wasserbedarf komplett über die Nahrungszufuhr deckt.

Fortpflanzung

Hawaiigänse leben monogam und verpaaren sich auf Lebenszeit. Die Brutzeit erstreckt sich über die Monate November bis Februar. Das Bodennest wird in der Nähe eines Gewässrs errichtet und mit eigenen Daunen ausgekleidet. Das Weibchen legt etwa vier bis sechs Eier, welche über einen Zeitraum von rund 28 bis 30 Tagen bebrütet werden. Die Jungtiere erreichen die Flugfähigkeit nach etwa 90 Tagen.

Gefährdung und Schutz

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Hawaiigans

Bedingt durch den eingeschränkten Lebensraum und die übermäßige Einfuhr von Fressfeinden (z.B. Hunde und Katzen) gilt die Art als akut gefährdet. Eine zusätzliche Bejagung durch den Menschen verschlimmert diese Lage zusehens. Hawaiigänse können ein Alter von 25 bis 30 Jahren erreichen. Diese Art ist akut vom Aussterben bedroht.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Qualifizierte Weblinks

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