Höckerkopfgecko

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Höckerkopfgecko

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Geckos (Geckonidae)
Gattung: Lappenfinger (Rhacodactylus)
Art: Höckerkopfgecko
Wissenschaftlicher Name
Rhacodactylus auriculatus
Bavay, 1869

Der Höckerkopfgecko (Rhacodactylus auriculatus) gehört zur Familie der Geckos (Gekkonidae) sowie zur Gattung der Lappenfinger (Rhacodactylus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Höckerkopfgecko erreicht eine Gesamtlänge bis 20 cm. Davon entfallen rund ein Drittel auf den dünnen Schwanz. Die Grundfärbung ist meist dunkel bis hellbraun. Die Körperoberseite weist dabei eine Musterung aus unregelmäßigen Punkten und Streifen auf, die hell und dunkel gefärbt sind. Markantes Merkmal sind die beiden kleinen Höcker oberhalb der Augen, die für diese Art namensgebend waren. Die Zehen weisen sowohl Haftlamellen als auch kleine Krallen auf. Als nachtaktive Waldbewohner leben sie hauptsächlich in den Bäumen in mittlerer Höhe von drei bis fünf Meter. Auf den Boden kommen sie nur zur Eiablage. Die Pupillen ihrer Augen sind senkrecht geschlitzt und weiten sich bei Lichteinfall. Aufgrund des Lebensraumverlustes durch weitflächige Abholzung der Wälder ist diese Art in Freiheit mittlerweile vom Aussterben bedroht.

Verbreitung

Verbreitungsgebiet
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Verbreitungsgebiet

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Höckerkopfgecko erstreckt sich über den südlichen und zentralen Teil Neukaledoniens. Neukaledonien liegt vor der australischen Nordostküste im Pazifischen Ozean. Die Tiere bewohnen Bergländer sowie im Flachland auch in Buschsavannen mit Baum- oder Buschbewuchs.

Ernährung

Höckerkopfgeckos ernähren sich in freier Natur von Insekten aller Art und deren Larven. Hier und da nehmen sie auch Früchte und eher noch süße Frucht- und Holzsäfte zu sich. In Gefangenschaft sollte man ihnen zum Beispiel Grillen, Heimchen usw. geben. Ab und zu kann man ihnen auch Früchtebrei (beispielsweise Bananenbrei) anbieten, diesen lecken sie sehr gerne.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit zehn bis fünfzehn Monaten erreicht. Das Weibchen legt je zwei Eier in bis zu fünf Gelegen. Die Eier werden in weichen Bodengrund abgelegt. Nach einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 55 bis 70 Tagen schlüpfen die Jungtiere. Eine Brutpflege wird nicht betrieben. In Freiheit können Höckerkopfgeckos ein Alter von gut zehn bis zwölf Jahren erreichen. In Gefangenschaft können sie durchaus auch bis zu zwanzig Jahre alt werden.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Geckos (Gekkonidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
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