Großer Wollschweber

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Großer Wollschweber

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Teilordnung: Muscomorpha
Familie: Wollschweber (Bombyliidae)
Gattung: Bombylius
Art: Großer Wollschweber
Wissenschaftlicher Name
Bombylius major
Linnaeus, 1758

Der Große Wollschweber (Bombylius major) zählt innerhalb zur Familie der Wollschweber (Bombyliidae) zur Gattung Bombylius.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Große Wollschweber erreicht eine Körperlänge von zehn bis vierzehn Millimeter. Der Körper ist hummelartig dicht mit feinen goldgelben Härchen bedeckt. Ein weitereres charakteristisches Merkmal ist der lange Saugrüssel im Kopfbereich, der vom Kopf weg nach vorne absteht. Die beiden Flügel sind an der Vorderkante braun bis dunkelbraun und gehen nach hinten hin in eine farblose Transparenz über. Der Große Wollschweber hat drei Beinpaare.

Lebensweise

Die Flugzeit beginnt im zeitigen Frühjahr. Sie sind meist von April bis Oktober zu beobachten.

Verbreitung

Der Große Wollschweber ist weltweit in der nördlichen Hemisphäre der Palärarktis verbreitet. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa über Nordafrika und Asien bis nach Nordamerika. Sie leben meist in üppiger, aber niedriger Vegetation von offenen Landschaften wie Heiden und steppenartigen Habitate.

Ernährung

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Die Imagines ernähren sich überwiegend vom Nektar. Die Aufnahme des Nektars erfolgt dabei wie ein Kolibri im still stehenden Schwirrflug. Ihre Larven hingegen leben parasitär von den Larven und Nahrungsvorräten (Pollen) von solitären Bienen.

Fortpflanzung

Das Weibchen des Großen Wollschwebers legt ihre Eier in unmittelbarer Nähe von Nestern der Solitärbienen. Nach dem Schlupf der Larven begeben sie sich in das Nest. Sie leben dort in der ersten Zeit von den Nahrungsvorräten der Bienen. Nach rund drei Wochen ihrer Entwicklung fressen sie auch die Larven der Bienen. Nach mehreren Stadien der Entwicklung verpuppt sich die Larve und überwintert auch als Puppe. Die Imagines schlüpfen im April des nächsten Jahres.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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