Grüne Mamba

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Grüne Mamba

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Giftnattern (Elapidae)
Gattung: Mambas (Dendroaspis)
Art: Grüne Mamba
Wissenschaftlicher Name
Dendroaspis viridis
(Hallowell, 1844)

Die Grüne Mamba (Dendroaspis viridis) zählt innerhalb der Familie der Giftnattern (Elapidae) zur Gattung der Mambas (Dendroaspis). Im Englischen wird die Grüne Mamba western green mamba genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die grüne Mamba erreicht eine Länge von 200 bis 250 cm, meist um 150 cm. Die Körperöberfläche ist hellgrün gefärbt, die zum Schwanzende ins gelbliche übergeht. Die Körperunterseite ist deutlich heller. Die Schuppen an Kopf und Schwanz sind dunkel umrandet. Insgesamt sind die Körperschuppen ungewöhnlich groß. Der Körperbau ist als schlank zu bezeichnen, die Augen sind groß und mit runden Pupillen versehen.

Gift

Die Giftzähne befinden sich im Oberkiefer. Mit ihnen verabreicht die grüne Mamba ein hoch wirksames Nervengift (Neurotoxin). Dieses Nervengift greift das Nervensystem und führt bei der Beute zur Atemlähmung. Ohne eine Behandlung mit einem Gegenserum ist das Gift dieser Schlange für den Menschen tödlich. Aufgrund des warmen Lebensraumes hält sie keine Winterruhe. Die Lebenserwartung der grünen Mamba liegt bei rund 18 Jahren.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über West- und Südwestafrika. Insbesondere in den Ländern Kamerun, Guinea, Ghana, Senegal und Gambia ist die grüne Mamba häufig anzutreffen. Sie bewohnt den tropishen Regenwald und hält sich in der Regel auf Büschen und in Bäumen auf.

Ernährung

Die Grüne Mamba ist eine baumbewohnende Ansitzjägerin, das heißt, sie legt sich auf einem Ast in einem Busch oder Baum auf die Lauer und wartet in Ruhe auf ein Beutetier. Zu der bevorzugten Beute der Grünen Mamba zählen vor allem Vögel und Echsen, aber auch kleine Säuger und Frösche werden nicht verschmäht. Die Beute wird durch einen Giftbiss mit dem hochpotenten Neurotoxin getötet.

Fortpflanzung

Die grüne Mamba gehört zu den eierlegenden Schlangenarten. Etwa 80 bis 100 Tage nach der Paarung legt das Weibchen zwischen 10 und 15 Eier. Sie legt das Gelege vorzugsweise in freie Erdbauten oder aber auch unter Baumwurzeln oder in Termitenhügeln. Nach rund 3 bis 4 Monaten schlüpfen die Jungtiere. Sie haben eine Geburtslänge von 40 bis 45 cm.

Gefährdung und Schutz

Über die Bestände der Grünen Mamba in den einzelnen Populationen ist nur wenig bekannt. Es ist jedoch von sinkenden Beständen auszugehen. Zu den Hauptgefährdungsgründen gehört zweifelsohne die Vernichtung der natürlichen Lebensräume und die Bejagung durch die einheimische Bevölkerung. Auch der Wildfang für den internationalen Haustierhandel stellt durchaus ein großes Problem dar. In der Roten Liste der IUCN wird die Art nicht geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Roland Bauchot: Schlangen, Weltbild Verlag, 1999, ISBN 3-8289-1501-9
  • Ludwig Trutnau, Schlangen im Terrarium, in 2 Bdn., Bd.2, Giftschlangen,
    Verlag: Ulmer (Eugen); Auflage: 4., Aufl. (1998) - ISBN 3800173719
  • W. P. Mara, Das Große Buch der Giftschlangen, Verlag: Bede (Februar 2002) - ISBN 3927997536
  • Mark O'Shea, Giftschlangen. Alle Arten der Welt in ihren Lebensräumen, Franckh-Kosmos Verlag, 2006 - ISBN 3440106195
'Persönliche Werkzeuge