Goldgecko

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Goldgecko

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Geckos (Gekkonidae)
Gattung: Gekko
Art: Goldgecko
Wissenschaftlicher Name
Gekko ulikovskii
Darevsky & Orlov, 1994

Verbreitungsgebiet

Der Goldgecko (Gekko ulikovskii) zählt innerhalb der Familie der Geckos (Gekkonidae) zur Gattung Gekko.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Goldgecko erreicht eine Gesamtlänge von ca. 20, selten bis 25 Zentimeter und erreichen dabei ein Gewicht von 35-45 Gramm. Weibchen bleiben deutlich kleiner und leichter als Männchen. Der Goldgecko weist eine goldgelbe Grundfärbung auf. Die Bauchseite ist weißlich bis cremefarben gefärbt und kann einen leicht bläulichen Schimmer aufweisen. Weibchen sind insgesamt dezenter gefärbt. Ihr Rücken weist in der Regel eine helle olivbraune Färbung auf. Je nach Umgebungstemperatur kann die Grundfärbung in Helligkeit und Kontrast variieren. Männchen sind neben der Größe leicht an den Oberschenkelporen zu erkennen. Diese fehlen den Weibchen. Die Goldgeckos sind hervorragende Kletterer und können sich sehr flink fortbewegen. Durch Haftlamellen (Haftzehen) und den Füßen können sie sich auch an glatten Oberflächen wie Blättern festhalten. Wie alle Geckoarten, so kann auch der Goldgecko in einer Gefahrensituation seinen Schwanz abwerfen. Der Schwanz bewegt sich dann schlangenartig und lenkt einen Fressfeind vom Gecko selbst ab. Der Schwanz wächst wieder etwas dunkler nach und kann jederzeit erneut abgeworfen werden. Der Goldgecko ist vornehmlich dämmerungs- und nachtaktiv. Jedoch haben vor allem die Männchen zumindest im Terrarium einen Drang zur gewissen Tagaktivität. Diese halten sich oft auf offener Fläche auf, während die Weibchen so gut wie immer versteckt den Tag überbrücken.

Verbreitung

Der Goldgecko ist in den tropischen und subtropischen Regenwäldern und Bergwäldern von Zentral-Vietnam (Provinz Gilai KonTum) verbreitet. Gekko ulikovskii trifft man hauptsächlich an größeren Sandsteinformationen im Regenwald an, wo es genügend tiefe Spalten zum verstecken gibt. Manchmal sind sie aber auch an Bäumen anzutreffen. Vor allem die Jungtiere scheinen hier vermehrt sich aufzuhalten, wohl um dem Prädationsdruck der Eltern zu entfliehen.

Ernährung

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Grundsätzlich kann man sagen, dass Goldgeckos alle Insekten (Insecta) fressen, welche sie auf Grund ihrer Größe überwältigen können. Zu den bevorzugten Insekten gehören unter anderem Fliegen (Brachycera), Moskitos, Heimchen (Acheta domesticus), Grillen (Gryllidae), aber auch Maden, Spinnentiere (Arachnida) und Schaben (Blattodea). Hat der Goldgecko seine Beute bemerkt, so verharrt er zunächst starr, um dann blitzartig gezielt auf die Beute zuzustoßen. Die Beute wird dann geschluckt und im Magen zersetzt. Es wird aber auch gelegentlich pflanzliche Nahrung aufgenommen. So werden in Gefangenschaft auch Bananen sehr gerne gefressen.

Fortpflanzung

Der Goldgecko erreicht die Geschlechtsreife erst nach über einem Jahr. Im Frühjahr, nach einer kühleren Witterungsphase, kommt es zur Paarung. Die Tiere paaren sich meist in den Abendstunden oder in der Nacht. Das Weibchen klebt ihre meist zwei Eier an die Rück- & Seitenwand oder aber auch an Einrichtungsgegenständen. Eine Brutpflege wird nicht betrieben. In Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur erfolgt der Schlupf nach 65 bis 90 Tagen. In Extremfällen kommt es erst nach über 100 Tagen zum Schlupf. Die Jungechsen weisen eine Länge von sieben bis acht cm auf und sind auf sich alleine gestellt und ernähren sich von kleinen Insekten und deren Larven. Nach ca. 6 Monaten haben sie bereits eine Gesamtlänge von 12 - 13 cm erreicht.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Geckos (Gekkonidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
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