Goldene Acht

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Goldene Acht

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Weißlinge (Pieridae)
Unterfamilie: Gelblinge (Coliadinae)
Gattung: Colias
Art: Goldene Acht
Wissenschaftlicher Name
Colias hyale
(Linnaeus, 1758)

Die Goldene Acht (Colias hyale) zählt innerhalb der Familie der Weißlinge (Pieridae) zur Gattung der Colias. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Goldene Acht erreicht eine Flügelspannweite von 42 bis 46 Millimeter. Die Flügel beider Geschlechter weisen eine gelbliche Grundfärbung auf. Die Weibchen sind dabei etwas heller gefärbt. Die Vorderflügel zeigen an der Oberseite einen charakteristischen dunklen, fast schwarzen Fleck. Die äußeren Bereiche sind dunkelbraun gezeichnet. Die Hinterflügel weisen einen orangenen Fleck auf. Am seitlichen Rand sind Bänder, schwach braun gezeichnet, zu sehen. Markant ist die Zeicnung auf der Unterseite der Hinterflügel; die weißlichen Flecken, die dunkel umrandet sind, weisen die Form einer "8" auf. Der Körper ist stark behaart und weist eine graubraune Färbung auf. Die großen Augen sind leicht grünlich gefärbt. Die fadenartigen Fühler enden keulenartig verdickt. Die Extremitäten sind gelblich gefärbt.

Lebensweise

In Mitteleuropa fliegt die goldene Acht in zwei bis drei Generationen von Mai bis Oktober.

Verbreitung

Die Goldene Acht ist insbesondere in Mittel- und dem nördlichen Südeuropa weit verbreitet. Im Norden und im äußersten Süden von Europa fehlt der Falter völlig. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Nordwesten und den Nordosten von Asien. Man findet die Falter auf blumenreichen Magerwiesen, auf Feuchtwiesen und anderen Habitaten mit entsprechender Vegetation. In Mittelgebirgen und Gegirgslagen fühlt sich die Goldene Acht bis in Höhen von 1.800, teilweise bis 2.000 Metern über NN. zu Hause. Hier sind sie meist an sonnigen Hängen zu beobachten.

Ernährung

Die fertigen Falter der Goldenen Acht ernähren sich vom Nektar blütentragender Pflanzen. Die Raupen fressen unter anderem an den Blättern von Weiß-Klee, Bunte Kronwicke und ähnlichen Pflanzen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Goldenen Acht erstreckt sich je nach Generation vom Frühjahr bis in den späten Sommer. Das Weibchen legt ihre gelblichen, längsovalen Eier meist einzeln oder paarweise, selten auch in kleinen Gruppen an die Blätter von Futterpflanzen. Dazu gehören unter anderem Weiß-Klee (Trifolium repens), Bunte Kronwicke (Coronilla varia), und ähnlichen Pflanzen. Der Schlupf der Raupen erfolgt nach sieben bis zehn Tagen. Die Raupen weisen eine grünliche Färbung auf. Bei erwachsenen Raupen zeigt sich lateral eine gelbliche Linie. Die Verpuppung erfolgt je nach Generation nach vier bis sechs Wochen. Die Puppen sind grünlich gefärbt und heften meist an Stengeln. In letzter Generation erfolgt nach der zweiten Häutung die Überwinterung als Raupe.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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