Goldbrüstchen

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Goldbrüstchen

Systematik
Reich: Tiere (Animalia)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie: Prachtfinken (Estrildidae)
Gattung: Tigerastrilde (Amandava
Art: Goldbrüstchen
Wissenschaftlicher Name
Amandava subflava
Vieillot, 1819

Das Goldbrüstchen (Amandava subflava) ist ein Sperlingsvogel aus der Familie der Prachtfinken (Estrildidae). Im Englischen nennt man ihn Zebra waxbill, Orange breasted waxbill oder auch Gold breasted waxbill.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Goldbrüstchen erreicht eine Körperlänge von bis zu 10 cm. Der Rücken und das Obergefieder sind meist olivgrün bis grün mit bräunlichem Stich. Die Oberschwanzdecken und der Bürzel sind rötlich gefärbt. Die Brust und die Bauchseite weisen die charakteristische gelbliche bis orangerote Färbung auf, die für diese Art namensgebend war. Der Schnabel ist seitlich rot gefärbt, Ober- und Unterschnabel sind ansonsten schwarz. Vom Schnabelansatz bis hinter die Augen zieht sich ein orangeroter Streifen. Die Extremitäten weisen eine fleischfarbene Färbung auf. Dabei zeigen drei Zehen nach vorne und einer nach hinten. Goldbrüstchen sind gesellige Vögel, die in kleinen Gruppen leben.

Verbreitung

Die Goldbrüstchen sind in Afrika, südlich der Sahara weit verbreitet. Im Westen reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Senegal, im Osten wird es durch den Jemen begrenzt. Die üblichen Populationen reichen bis in den Norden Südafrikas. Die Vögel bewohnen meist feuchte Sumpf- und Moorgebiete sowie die Ränder von verschiedenen Gewässertypen. Sie kommen sowohl in Höhenlagen von bis zu 2.500 Meter über NN als auch im Flachland vor. Ausgesprochen trockene Gebiete und Wüsten werden hingegen gemieden.

Ernährung

Goldbrüstchen ernähren sich von Sämereien wie Grassamen und ähnlichem. Hier und da werden auch Insekten gefressen. Sie sind meist in kleinen Trupps auf Nahrungssuche. Beliebte Futterplätze hierbei sind Agrarflächen und das offene Grasland.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit erstreckt sich je nach Verbreitungsgebiet zwischen März und September. Auch die Art der Nester unterscheidet sich je nach Vorkommen. Die Nester werden entweder mitten ins Gras, in Büschen oder ähnlichen geschützten Stellen angelegt. Das Nest besteht dabei aus Gräsern und Fasern und wird mit kleinen Federchen ausgepolstert. Einige Populationen übernehmen auch sogenannte Kugelnester von anderen Vogelarten, die ausgebessert und ebenfalls mit Federchen ausgepolstert werden.

Das Weibchen legt meist drei bis sechs Eier, die von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von zwölf bis vierzehn Tagen ausgebrütet werden. Die Küken werden mit kleinen Insekten gefüttert. Bereits nach 18 bis 20 Tagen sind die Jungtiere voll befiedert und flügge. Das Juvenilkleid ähnelt dem Gefieder der Weibchen. Brauntöne überwiegen dabei deutlich.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Klasse der Vögel (Aves)

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X
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