Goldbauchmangabe

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Goldbauchmangabe

Taxonomie
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorhini)
Familie: Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
Unterfamilie: Backentaschenaffen (Cercopithecinae)
Tribus: Pavianartige (Papionini)
Gattung: Weißlid-Mangaben (Cercocebus)
Art: Goldbauchmangabe
Wissenschaftlicher Name
Cercocebus chrysogaster
Lydekker, 1900

Die Goldbauchmangabe (Cercocebus chrysogaster) zählt innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae) zur Gattung der Weißlid-Mangaben (Cercocebus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Goldbauchmangaben erreichen je nach Geschlecht eine Körperlänge von 40 bis 76 cm, eine Schwanzlänge von 43 bis 80 cm sowie ein Gewicht von 5 bis 15 Kg. Männchen werden deutlich größer und schwerer als Weibchen. Der Rücken, die Flanken sowie die Beine sind dunkelbraun bis olivbraun gefärbt. Der Kehlbereich ist weißlich und die Brust sowie der Bauch sind goldbraun gefärbt. Die goldbraune Färbung des Bauches war für diese Art namensgebend. Die Tiere leben in Gruppen von 10 bis 40 Tiere. Eine Gruppe besteht aus mehreren Männchen und Weibchen sowie deren Nachwuchs. Zu ihren natürichen Feinden zählen größere Greifvögel und der Leopard. Die Goldbauchmangabe gilt als gefährdete Art und wird in der Roten Liste des IUCN als solche geführt. Der Verlust der Lebensräume durch Rodung der Wälder hat hauptsächlich zu dem starken Rückgang der Populationen beigetragen.

Verbreitung

Diese Primatenart lebt ausschließlich in der Demokratischen Republik Kongo. Goldbauchmangaben leben in tropischen Regenwäldern, Sumpfgebieten und an Flußläufen, sie halten sich sowohl auf den Bäumen als auch auf dem Boden auf.

Nahrung

Goldbauchmangaben ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Nüssen, Sämereien, Gräsern, Pilzen, jungen Trieben, Knospen und kleinen wirbellosen Tieren. Sie gehen für gewöhnlich wahrend des Tages auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Die Goldbauchmangabe erreicht die Geschlechtsreife mit vier bis fünf Jahren. Während der Paarungszeit schwellen die Hinterteile der Weibchen deutlich sichtbar an. Dieses Anschwellen dient als Sichtsignal für die Männchen und zeigt die Paarungsbereitschaft an. Nach einer Tragezeit von rund 170 Tagen bringt ein Weibchen ein, selten zwei Jungtiere zur Welt. Das Neugeborene hat ein weiches helles Fell, seine Augen sind bei der Geburt bereits geöffnet. Instiktiv klammert sich das Junge an den Bauch der Mutter. Ältere Jungtiere lassen sich vorzugsweise auf dem Rücken tragen. Goldbauchmangaben können über 30 Jahre alt werden.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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