Gewöhnliche Galagos

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Gewöhnliche Galagos
Moholi-Galago (Galago moholi)

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Feuchtnasenaffen (Strepsirhini)
Familie: Galagos (Galagonidae)
Gattung: Gewöhnliche Galagos
Wissenschaftlicher Name
Galago
Geoffroy, 1796

Gewöhnliche Galagos (Galago) zählen innerhalb der Unterordnung der Feuchtnasenaffen (Strepsirhini) zur Familie der Galagos (Galagonidae). Im Englischen wird die Art Bushbabies oder Nagapies genannt. In der Gattung werden 14 rezente Arten geführt (Groves, 2005).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die eher klein gewachsenen Gewöhnlichen Galagos zeichnen sich durch lange Schwänze und ein ausgesprochen wolliges Fell aus. Die sehr großen Ohren sind nackt. Gewöhnliche Galagos erreichen eine Körperlänge von 12,9 bis 19,9 Zentimeter und ein Gewicht von 70 bis 314 Gramm. Der Schwanz ist länger als die Kopf-Rumpf-Länge. Innerhalb der Gattung ist Galago alleni die größte Art, Galago rondoensis die kleinste Art. In der äußeren Anatomie ähneln sich die meisten Arten stark und sind kaum auseinander zu halten. Es verwundert daher nicht, dass die Systematik der Gewöhnlichen Galagos auch heute noch stark diskutiert wird. Ein weiteres Problem stellt die variable Fellfärbung selbst innerhalb einer Art dar, wie es beispielsweise bei Galago alleni der Fall ist. Es bleibt festzustellen, dass die Fellfärbung je nach Art und je nach Lebensraum variieren kann. Meist ist das Fell graubraun bis bräunlich oder schwarzbraun bis hin zu einem gelblichen Braun gefärbt. Auch ein leicht grünlicher, rötlicher oder orangener Schimmer kann sich zeigen. Ventral ist das Fell deutlich heller gefärbt als das restliche Fell. Artabhängig können sich im Gesichtsfeld im Bereich des Nasensrückens und rund um die Augen dunkle Markierungen zeigen. Die Ohren sind ausgesprochen groß und können unabhängig voneinander bewegt werden. Gewöhnliche Galagos bewegen sich durch ihren Lebensraum höchst unterschiedlich. Die Unterschiede lassen sich sowohl artabhängig als auch lebensraumabgängig begründen. Nach Crompton (1983) bewegen sich beispielsweise Moholi-Galagos (Galago moholi) zu 19,8% quadrupedal (auf allen Vieren), zu 54,1% springend, zu 16,8% kletternd und zu 2,9% hüpfend fort. Off & Gebo (2005) haben für den Thomas-Galago (Galago thomasi) völlig andere Werte ermitteln. Nach ihren Forschungsergebnissen bewegt sich die Art zu 35,0% quadrupedal, zu 37,0% springend, zu 13,0% kletternd und zu 15,0% hüpfend fort. Der Brillen-Galago (Galago matschiei) bewegt sich zu 13,0% quadrupedal, zu 50,0% springend, zu 13,0% kletternd und zu 25,0% hüpfend fort. Bei den 3 genannten Arten sind sehr gut die Unterschiede in der Fortbewegung zu erkennen. Zwischen Ästen oder auch einzelnen Bäumen können Gewöhnliche Galagos Entfernungen durch Sprünge von bis zu 2,5 Metern überbrücken. Stehen Bäume zu weit auseinander, so bewegen sich die Tiere zum Überwinden der Entfernung auf den Boden (Kingdon, 2004; Butynski et al., 2006; Bearder, 1996, 2007).

Lebensweise

Soziale Organisation und Verhalten

Gewöhnliche Galagos leben hauptsächlich einzelgängerisch. Die Geschlechter treffen im Wesentlichen nur während der Paarungszeit aufeinander. Je nach Art leben die Tiere zwischen 50 und 70% einzelgängerisch. Männchen weisen untereinander eine lineare Dominanzhierarchie auf, die sich am Alter der Tiere orientiert. Besonders die alten Männchen verteidigen ihr Revier vehement. Die Kontakte zwischen den Männchen sind meist agonistischer Natur, vor allem wenn ein dominantes Männchen auf ein untergeordnetes Männchen trifft. Überhaupt kann man Männchen in zwei Gruppen einteilen. Dies sind auf der einen Seite die alten, dominanten territorialen Männchen, auf der anderen Seite die unterwürfigen und nichtterritorialen Männchen. Unabhängig vom Rang der Männchen sind sie grundsätzlich nicht untereinander verträglich. Die Weibchen sind zwar weniger territorial, jedoch sind auch Weibchen untereinander nur wenig verträglich. Juvenile Weibchen verbleiben mit Erreichen der Geschlechtsreife nahe der Mutter, juvenile Männchen wandern mit erreichter Geschlechtsreife über mehrere Kilometer ab. In der ersten Zeit führen juvenile Männchen ein Leben als Vagabund. Erst sehr viel später werden sie sesshaft und territorial. In aller Regel werden allerdings sowohl unter den Weibchen als auch unter den Männchen Aggressionen vermieden. Unter Männchen kommt es meist nur während der Paarungszeit zu Kämpfen, die mitunter auch mit Verletzungen enden können (Pullen et al., 2000).

Kommunikation

Die akustischen Laute können in 3 funktionelle Arten eingeteilt werden. Dies sind Ausrufe, die den sozialen Kontakt untereinander im Nah- und Fernbereich betreffen. Eine weitere Gruppe sind agonistischen Laute, die bei Bedrohung abgegeben werden. Bei der dritten Gruppe handelt es sich um Alarmlaute. Je nach Art konnte diesen 3 funktionellen Gruppen bis zu 14 verschiedene Ausrufe zugeordnet werden. Die Töne sind ausgesprochen variabel und werden sowohl während des Einatmens als auch beim Ausatmen abgegeben. Anhand der akustischen Kommunikation kann man die einzelnen Arten leicht auseinander halten, da morphologische Eigenschaften nicht immer eindeutig sind. Die akustische Kommunikation spielt auch während der Balzzeit eine große Rolle. Ein weiterer wichtiger Sinn ist der olfaktorische Sinn. Geruchsmarkierungen dienen insbesondere der Revierabgrenzung und werden von anderen Individuen erkannt. Gewöhnliche Galagos urinieren auf ihre Hände und Füße. Bei der Bewegung durch das eigene Revier entsteht dadurch eine Geruchsspur. Die Geruchsspur dient auch der olfaktorischen Kommunikation (Bearder et al., 1995, 2002; Zimmermann, 1995).

Aktivitätsmuster

Gewöhnliche Galagos sind nachtaktiv. Am Tage ruhen die Tiere in ihren Nestern. Die aktive Zeit in der Nacht teilt sich je nach Art mitunter unterschiedlich auf. Beim Moholi-Galago (Galago moholi) teilt sich das Aktivitätsmuster wie folgt auf: 63,9% Nahrungssuche, 25% Wanderungen, 4,5% Ruhephasen. Der Zeitaufwand für die jeweiligen Aktivitäten unterscheiden sich nicht nur nach den Arten, sondern vor allem nach den Lebensräumen und den Nahrungsressourcen. Die Aktivität der Gewöhnlichen Galagos beginnt mit Einbruch der Dunkelheit und endet in der Morgendämmerung. Unmittelbar zu Beginn der Aktivität erfolgt zunächst die Abgabe von Kot und Urin. Im folgenden suchen die Tiere nach potentiellen Bäumen für die Nahrungssuche und -aufnahme. Die Nahrungssuche erstreckt sich, unterbrochen von kurzen Ruhephasen, über die ganze Nacht. Die Ruhephasen am Tage halten die Tiere artabhängig in Baumhöhlen oder in aus Blättern bestehenden Nestern im Geäst. Die Nester werden entweder über mehrere Tage genutzt oder täglich neu gebaut. Im Revier werden in der Regel mehrere Nester unterhalten (Bearder et al., 2003).

Revier und Revierverhalten

Je nach Art und Lebensraum beanspruchen Gewöhnliche Galagos ein Revier in einer Größe von 0,5 bis 50 Hektar. Die Reviere der Weibchen sind üblicherweise kleiner und überlappen sich mit denen mehrerer Männchen. Zuweilen überschneiden sich auch die Reviere einzelner Männchen. Pro Tag bewegen sich die Tiere in ihrem Revier bis zu 2 Kilometer. Die Strecke der Wanderungen variiert je nach Geschlecht, Nahrungsressourcen und Lebensraum. Während der Paarungszeit paart sich ein Männchen mit allen Weibchen, mit denen sich das Revier überschneidet (Pullen et al., 2000; Nekaris & Bearder, 2007).

Vorkommen und Lebensraum

Verbreitung

Gewöhnliche Galagos sind in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Senegal im westlichen Afrika bis nach Somalia im Osten Afrikas, südlich bis nach Südafrika. Das größte Verbreitungsgebiet weisen Galago demidovii und der Senegal-Galago (Galago senegalensis) auf. Bei anderen Arten handelt es sich hingegen eher um endemische Arten. Dies ist beispielsweise bei Galago rondoensis und Galago orinus der Fall, deren Verbreitungsgebiet auf Tansania beschränkt ist. (Mittermeier et al., 2007; Nekaris & Bearder, 2007).

Lebensraum

Aufgrund der weiten Verbreitung werden von den Gewöhnlichen Galagos zahlreiche, höchst unterschiedliche Lebensräume und Klimazonen besiedelt. Meist werden Laubwälder, Buschland, Dickichte, offene Buschlandschaften, Savannen, aber auch bewaldete Flussufer, Waldränder und die Ränder von tropischen Regenwäldern besiedelt. Als Lebensräume kommen lokal sowohl aride als auch semiaride Lebensräume in Frage. Gewöhnliche Galagos kommen in der Ebene, insbesondere in küstennahen Montanwälder, als auch in Höhenlagen bis in Höhen von gut 2.000 Metern über NN vor. Die Tiere halten sich ausschließlich in den Bäumen auf. Je nach Art werden entweder alle Schichten der Vegetation besiedelt, oder aber nur bestimmte Schichten. Ja nach Art, Lebensraum und Pflanzenart halten sich Gewöhnliche Galagos in Höhen von 1 bis 10 Metern über dem Boden auf. Die klimatischen Bedingungen variieren sehr stark nach Lebensraum und Vorkommen. Die Temperaturen schwanken abhängig von der Jahreszeit zwischen -5 und 38°C. Im Winter treten insbesondere im südlichen Afrika auch Temperaturen von deutlich unter 10°C auf. Hier kann es mitunter zu Erfrierungen an den Extremitäten kommen (Butynski, 2004, 2006; Bearder et al., 2003).

Biozönose

Sympatrie

Teilt sich den Lebensraum mit den Gewöhnlichen Galasgos: der Potto (Perodicticus potto)
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Teilt sich den Lebensraum mit den Gewöhnlichen Galasgos: der Potto (Perodicticus potto)

Gewöhnliche Galagos sind je nach Vorkommen und Lebensraum mit anderen Primaten sympatrisch, dass heißt, sie teilen Ihren Lebensraum oder die Nahrungsressourcen mit anderen Arten. Hier sind insbesondere der Potto (Perodicticus potto) oder verschiedene Arten der Riesengalagos (Otolemur) zu nennen (Bearder, 1999, 2007).

Prädatoren

Zu den natürlichen Feinden der Gewöhnlichen Galagos zählen insbesondere Hunde (Canis), Ginsterkatzen (Genetta) und Kleinkatzen (Felinae). Aber auch Greifvögel (Falconiformes), Eulen (Strigiformes) und Schlangen (Serpentes) stellen den Primaten nach. Aufgrund ihrer geringen Größe werden Gewöhnliche Galagos auch von anderen Primaten gejagt. Nachgewiesen sind Übergriffe vom Gemeinen Schimpansen (Pan troglodytes), von der Diademmeerkatze (Cercopithecus mitis) und der Grauwangenmangabe (Lophocebus albigena) (Byrne, 2007).

Ernährung

Gewöhnliche Galagos ernähren sich als Allesfresser von tierischer und pflanzlicher Nahrung. Weit oben auf der Speisekarte stehen Gliederfüßer (Arthropoda) wie Insekten (Insecta), insbesondere von Heuschrecken (Orthoptera), Ameisen (Formicoidea), Schmetterlingen (Lepidoptera) sowie Insektenlarven und Raupen. Gelegentlich werden auch juvenile Froschlurche (Anura), die Eier und Küken von Vögeln (Aves) sowie nestjunge Kleinsäuger wie Nagetiere (Rodentia) zu sich genommen. Darüber hinaus fressen Gewöhnliche Galagos auch reife Früchte, Sämereien, Blüten und Baumsäfte. Die Art der Nahrung schwankt im Wesentlichen je nach Vorkommen, Lebensraum und Art. Genaue Daten lassen sich daher nicht ermitteln. Die Anteile rangieren zwischen 25 bis 70% bei Gliederfüßern, 19 bis 73% bei Früchten, 10 bis 48% bei Baumsäften und bis zu 2% bei Nektar. Im Winter greifen Gewöhnliche Galagos zu einem nicht unerheblichen Teil auf Baumsäfte zurück, während der trockenen Jahreszeit eher auf Gliederfüßer. Trächtige Weibchen nehmen einen erhöhten Anteil an Früchten zu sich (Butynski & de Jong, 2004; Nekaris & Bearder, 2007).

Fortpflanzung

Gewöhnliche Galagos erreichen nach Kap|Nekaris}} & Bearder (2007) die Geschlechtsreife im Alter von 8 bis 18 Monaten. Das Paarungsverhalten der Gewöhnlichen Galagos kann als überwiegend polygam bezeichnet werden. Weibchen paaren sich in der Regel mit mehreren Männchen. Während des Östrus der Weibchen ist die Haut im Analogenitalbereich leicht geschwollen, die Vagina ist jedoch geschlossen. Empfänglich sind Weibchen über einen Zeitraum von 1 bis 3 Tagen. In Gefangenschaft konnte ein Ovarialzyklus von 38,5 Tagen nachgewiesen werden. Während dieser Zeit kann eine Paarung erfolgreich vollzogen werden. Je nach Art erstreckt sich die Kopulation über 2 bis 53 Minuten. Der durchschnittliche Wert liegt nach Pullen et al. (2000) bei 9 Minuten. Dies haben Beobachtrungen in Gefangenschaft und in freier Wildbahn ergeben. Die besten Chancen auf eine Paarung haben ausgewachsene und kräftige Männchen. Die Kopulation erfolgt in dorsoventraler Haltung. In der Regel kommt es in einer Saison nur zu einem Wurf. Bei Arten wie dem Senegal-Galago (Galago senegalensis) kann es hingegen auch zu 2 Würfen in einer Saison kommen. Die Männchen weisen während der Paarungszeit ein erhöhtes Volumen der Hoden (Testikel innerhalb des Skrotum) auf.

Moholi-Galago (Galago moholi)
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Moholi-Galago (Galago moholi)
Die Tragezeit richtet sich je nach Art, Ernährungszustand und klimatischen Bedingungen zwischen 111 und 142 Tagen. Kleinere Arten weisen zudem eine kürzere Tragezeit als größere Arten auf. Ein Wurf besteht meist aus einem Jungtier, Zwillings- oder gar Drillingsgeburten sind nach Bearder (2003) sehr selten. Eine Ausnahme bildet der Moholi-Galago (Galago moholi). Bei dieser Art kann ein Wurf 1 bis 4 Jungtiere aufweisen. Die Geburten erfolgen in den Nestern des Weibchens, seltener im Geäst der Bäume. Das Geburtsgewicht liegt artabhängig zwischen 5 und 24 Gramm. Die Jungen sind bei der Geburt relativ weit entwickelt. Die Augen sind bereits offen und das gräuliche Fell ist schon gut entwickelt. Das dichte Fell, wie es die adulten Tiere aufweisen, stellt sich im Alter von 2 bis 3 Wochen ein. Die Jungtiere halten sich instinktiv am Fell der Mutter fest. Ab dem zweiten Lebenstag können sie sich auch an Ästen festhalten. Dies ist auch notwendig, denn die Mütter lassen ihren Nachwuchs während der Nahrungssuche im Nest oder an geschützter Stelle in Astgabeln zurück. Die Phasen der Nahrungssuche können sich durchaus über 1 bis 3 Stunden erstrecken. Getragen wird der Nachwuchs von der Mutter jedoch nur wenig. Die Verständigung zwischen Nachwuchs und Mutter erfolgt über akustische Kommunikation. Im Alter von 3 Monaten weisen die Jungtiere das Lautspektrum wie adulte Tiere auf. Jungtiere nehmen ab einem Alter von gut einem Monat die erste feste Nahrung zu sich. Sie bekommen die erste feste Nahrung aus dem Mund der Mutter gereicht, wenig später nehmen sie die Nahrung selbständig auf. Die Entwöhnung von der Muttermilch beginnt im Alter von 70 Tagen und ist im Alter von spätestens 100 Tage abgeschlossen. Die Pubertät und somit die Selbständigkeit erreicht der Nachwuchs im Alter von 7 Monaten bei den Weibchen bis hin zu 10 Monaten bei den Männchen. In diesem Alter wird auch das territoriale Verhalten entwickelt (Pullen et al., 2000; Butynski & de Jong, 2004; Nekaris & Bearder, 2007).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Die meisten Arten der Gewöhnlichen Galagos sind heute noch nicht bedroht und meist häufig anzutreffen. Die Tiere sind zudem äußerst anpassungsfähig und reagieren selbst auf den Verlust der natürlichen Lebensräume weniger sensibel als andere Primatenarten. Lokal halten sich die Gewöhnlichen Galagos auch auf landwirtschaftlichen Flächen oder deren Ränder auf. Selbst die Nähe von menschlichen Siedlungen sind Arten wie Galago demidovii oder Galago alleni anzutreffen. Auch wenn die Gewöhnlichen Galagos vom Verlust der natürlichen Lebensräume weniger stark betroffen sind, kann sich der Verlust dennoch mehr oder weniger stark auf die Populationen auswirken. Einige Arten gehören daher zu den bedrohten Arten. Zu den gefährdeten Arten gehört beispielsweise Galago rondoensis. Diese Art steht kurz vor der Ausrottung und wird in der Roten Liste der IUCN als CR, Critically Endangered geführt. Galagoides orinus steht auf der Vorwarnliste (NT, Near Threatened), alle anderen Arten sind noch nicht gefährdet. Der natürliche Lebensraum wird durch den Menschen zu Gunsten von Siedlungsraum und landwirtschaftlichen Flächen im großen Umfang vernichtet. Eine weitere nicht minder ernste Bedrohung geht von der Bejagung aus. Lokal wird das Fleisch auf den Buschfleischmärkten gehandelt. Dies ist beispielsweise im westlichen Afrika oder in Tansania der Fall. Gelegentlich werden die Tiere auch gefangen und landen im illegalen Haustierhandel (Butynski et al., 1998, 2006; Bearder, 2007; Mittermeier et al., 2007).

Systematik der Gewöhnlichen Galagos

Senegal-Galago (Galago senegalensis)
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Senegal-Galago (Galago senegalensis)

Gattung: Gewöhnliche Galagos (Galago)

Art: Somalia-Galago (Galago gallarum)
Art: Brillen-Galago (Galago matschiei)
Art: Moholi-Galago (Galago moholi)
Art: Senegal-Galago (Galago senegalensis)
Art: Allen-Galago (Galago alleni)
Art: Kamerun-Galago (Galago cameronensis)
Art: Demidoff-Galago (Galago demidovii)
Art: Gabun-Galago (Galago gabonensis)
Art: Grant-Galago (Galago granti)
Art: Malawi-Galago (Galago nyasae)
Art: Berggalago (Galago orinus)
Art: Rondo-Galago (Galago rondoensis)
Art: Thomas-Galago (Galago thomasi)
Art: Sansibar-Galago (Galago zanzibaricus)

Anhang

Siehe auch

  • Die Familie der Galagos (Galagonidae)

Literatur und Quellen

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