Gepunktete Nesselwanze

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Gepunktete Nesselwanze

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)
Teilordnung: Cimicomorpha
Überfamilie: Miroidea
Familie: Weichwanzen (Miridae)
Unterfamilie: Mirinae
Gattung: Liocoris
Art: Gepunktete Nesselwanze
Wissenschaftlicher Name
Liocoris tripustulatus
(Fabricius, 1781)

Die Gepunktete Nesselwanze (Liocoris tripustulatus), auch unter der Bezeichnung Blindwanze bekannt, zählt innerhalb der Familie der Weichwanzen (Miridae) zur Gattung Liocoris. Im Englischen wird die Gepunktete Nesselwanze peppermint plant genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Gepunktete Nesselwanze erreicht eine Körperlänge von rund fünf Millimter. Das Schildchen im Nackenbereich weist eine gelbliche Färbung auf, die Flügeldecken sind gelblich und weisen eine veränderliche Musterung auf. Die Extremitäten und die sehr langen Fühler sind gelblich. Dunkle Markierungen unterbrechen dabei die gelbliche Färbung. Die Fühler sind deutlich sichtbar segmentiert und bestehen aus vier Elementen. Die unteren Beinelemente weisen eine leichte Bedornung auf. Die Oberschenkel sind leicht verdickt. Die großen Komplexaugen liegen seitlich am Kopf.

Verbreitung

Die Gepunktete Nesselwanze ist in weiten Teilen von Europa verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht im Norden bis nach Skandinavien, im Osten bis in den Kaukasus, stellenweise auch bis ins westliche Sibirien. Diese Wanzenart lebt bevorzugt auf Nesselgewächsen und ähnliche Pflanzen. Man kann sie meist an Waldrändern oder auf Wiesen beobachten.

Ernährung

Die Imagines der Gepunkteten Nesselwanze ernähren sich von Pflanzensäften der Brennesseln.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzungszeit der Gepunkteten Nesselwanze erstreckt sich über den Spätsommer bzw. den frühen Herbst. Die Weibchen legen mit ihrem Legeapparat ihre Eier in oder an diverse Futterpflanzen ab. Bevorzugte Ablageplätze sind Brennnesseln der Gattung Urtica. Die Überwinterung erfolgt als Ei. Im Frühjahr schlüpfen die Larven, die sich über einen Zeitraum von wenigen Wochen entwickeln. Meist im Juni erfolgt der Schlupf der Imagines.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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