Gemeiner Rosenkäfer

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Gemeiner Rosenkäfer

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Unterfamilie: Rosenkäfer (Cetoniinae)
Gattung: Cetonia
Art: Gemeiner Rosenkäfer
Wissenschaftlicher Name
Cetonia aurata
(Linnaeus, 1761)

Der Gemeine Rosenkäfer (Cetonia aurata), auch Goldglänzender Rosenkäfer genannt, gehört innerhalb der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) zur Gattung der Cetonia. Im Englischen wird der Gemeine Rosenkäfer green rose chafer genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt. Der Gemeine Rosenkäfer wurde zum Insekt des Jahres im Jahr 2000 gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Gemeine Rosenkäfer erreicht eine Körperlänge von fünfzehn bis zwanzig Millimeter. Der Körper ist überwiegend grünlich gefärbt und schimmert je nach Lichteinfall kupferfarben bis golden. Hier und da zeichnen sich auch weißliche Fleckenzeichnungen auf der Oberseite ab. Die Oberseite ist spärlich mit kleinen Härchen behaart. Die Unterseite weist stellenweise eine sehr dichte Behaarung auf. Die Flügeldecken sind fest miteinander verwachsen. Die Flügel kann der Gemeine Rosenkäfer durch Aussparungen an den Rändern der Flügeldecken herausstrecken. Er ist ein gewandter Flieger. Der Nackenschild ist kräftig ausgeprägt. Daran schließt sich der zierliche Kopf an. Die Fühler sind meist eingerollt und sehen so an den Spitzen leicht verdickt aus. Insgesamt lassen sich die Geschlechter kaum voneinander unterscheiden.

Lebensweise

Die Flugzeit der Käfer erstreckt sich über die Monate April bis September. In Deutschland gehört der Gemeine Rosenkäfer zu den besonders geschützten Käferarten. Im Jahr 2000 war er sogar das Insekt des Jahres.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Gemeinen Rosenkäfer erstreckt sich über weite Teile Europas und Asiens. In Südlichen Verbreitungsgebieten sind sie deutlich häufiger anzutreffen als in nördlichen Gebieten. In Höhenlagen sind sie nur sehr selten zu Hause. Man findet sie an Waldrändern, in Gebüschen und Hecken sowie in Parks und Gärten. Sie bevorzugen sonnige Plätze und sitzen meist auf Rosengewächsen, Flieder, Holunder, Weißdorn und ähnlichen blütentragenden Pflanzen.

Ernährung

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Die Käfer ernähren sich überwiegend von reifen Früchten, Pflanzensäften, Nektar und Pollen. Die Larven fressen moderndes Holz, Mulm, Kompost sowie reife Früchte.

Fortpflanzung

Etwa einen Monat nach dem Schlupf des fertigen Käfers wird die Geschlechtsreife erreicht. Das Weibchen legt ihre Eier an geeigneter Stelle in moderndes Holz, Kompost oder ähnlichen Orten. Die Eier sind relativ klein, weißlich und weisen eine kugelige Form auf. Bereits nach wenigen Tagen erfolgt der Schlupf der Larven. Das Larvenstadium schließt zwei Häutungen mit ein und wächst auf eine Länge von bis zu 45 Millimeter. Sie ernähren sich von zersetzenden Holzresten, Mulm, Kompost sowie von reifen Früchten. Die Gesamtentwicklung hängt stark von den klimatischen Bedingungen ab und erstreckt sich meist über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren. Zum Zeitpunkt der Verpuppung baut sich die Larve einen Kokon aus Erde und verstärkt ihn mit einem ausgeschiedenen Sekret. Nach rund drei Wochen schlüpft dann meist im April der fertige Käfer.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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