Gemeine Zierwanze

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Gemeine Zierwanze

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)
Teilordnung: Cimicomorpha
Überfamilie: Miroidea
Familie: Weichwanzen (Miridae)
Unterfamilie: Mirinae
Gattung: Adelphocoris
Art: Gemeine Zierwanze
Wissenschaftlicher Name
Adelphocoris lineolatus
(Goeze, 1778)

Die Gemeine Zierwanze (Adelphocoris lineolatus) zählt innerhalb der Familie der Weichwanzen (Miridae) zur Gattung Adelphocoris. Im Englischen wird die Gemeine Zierwanze alfalfa plant bug genannt. Die Art ist monotypische, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Gemeine Zierwanze erreicht eine Körperlänge von acht bis zehn Millimeter und weist eine längliche Körperform auf. Die Grundfärbung dieser Wanze variiert von gelblich bis zu einem gräulichen Grün. Der vorder Thorax ist leicht grünlich. Im mittleren Thorax-Bereich sind zwei oder mehr bräunliche Punkte sichtbar. Der kleine Kopf ist gräulich gefärbt und setzt sich deutlich vom Thorax ab. Die großen Komplexaugen liegen weit vorne, seitlich am Kopf. Die Fühler erreichen in etwa die Länge des Körpers. Sie bestehen aus drei Elementen und sind bräunlich gefärbt. Die Extremitäten sind auffallend lang und sind bräunlich gefärbt. Die Glieder der Beine weisen dabei deutlich dornenartige Fortsätze auf.

Lebensweise

Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juli bis September.

Verbreitung

Die Gemeine Zierwanze ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht im Norden bis in den Süden Skandinaviens, im Osten bis in den Kaukasus, stellenweise auch bis ins westliche Sibirien. Auch im nördlichen Nordafrika und in Nordamerika ist diese Wanzenart weit verbreitet. Die Wanzenart lebt bevorzugt im Grasland, Heidelandschaften sowie an Wald- und Wegrändern. Man trifft sie häufig auf Blüten an.

Ernährung

Die erwachsene Gemeine Zierwanze ernährt sich polyphag. Sie saugt bevorzugt an Hülsenfrüchtler wie Schmetterlingsblütler, Mimosen- und Johannisbrotgewächse.

Fortpflanzung

Die Gemeine Zierwanze legt ihre Eier im August und September ab. Die Überwinterung erfolgt im Eistadium. Während des Winters legen die Eier eine Diapause ein. Die Entwicklung wird im nächsten Frühjahr fortgesetzt. Aus den Eiern schlüpfen nach der Embyonalphase die Larven. Besonders erwähnenswert ist, daß die Larven sehr räuberisch leben und überdies sehr gefräßig sind. Über mehrere Häutungsstadien entwickeln sich die Larven allmählich zum Vollinsekt. Ein Puppenstadium gibt es bei den Wanzen nicht, die Entwicklung bezeichnet man daher als unvollständige Metamorphose. Die erwachsenen Wanzen findet man von Juli bis September.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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