Gemeine Stinkwanze
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| Gemeine Stinkwanze | |
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| Systematik | |
| Klasse: | Insekten (Insecta) |
| Unterklasse: | Geflügelte Insekten (Pterygota) |
| Überordnung: | Neuflügler (Neoptera) |
| Ordnung: | Schnabelkerfe (Hemiptera) |
| Unterordnung: | Wanzen (Heteroptera) |
| Familie: | Baumwanzen (Penatomidae) |
| Gattung: | Palomena |
| Art: | Gemeine Stinkwanze |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Palomena prasina | |
| Linnaeus, 1761 | |
Die Gemeine Stinkwanze (Palomena prasina), auch Grüne Stinkwanze genannt, gehört innerhalb der Familie der Baumwanzen (Penatomidae) zur Gattung Palomena.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die Gemeine Stinkwanze erreicht eine Länge von 12 bis 14 mm. Die Färbung des Panzers variiert je nach Jahreszeit. Im Frühjahr ist der Panzer grün, zum Herbst hin wird er bräunlich. An den Randbereichen sind gelbliche Pünktchen sichtbar. Der etwas rundliche Panzer ist deutlich abgeflacht. Die Ränder des dreieckigen Halsschildes sind leicht konkav, die Füße bräunlich. Die Augen weisen eine rötliche Färbung auf. Die kurzen Fühler sind rot-gelb geringelt. Bei Gefahr kann die Gemeine Stinkwanze ein übelriechendes Sekret absondern. Diese Eigenschaft ist namensgebend.
Verbreitung
Diese häufige Wanzenart ist in weiten Teilen Europas beheimatet. Sie leben auf Bäumen oder anderen Pflanzen. Ihre Habitate können Waldränder und Lichtungen sowie Wiesen und Parkanlagen sein, selbst in waldnahe Gärten dringen sie oft vor. Disteln und Brennesseln gehören zu ihren bevorzugten Pflanzen. Sie ist von April bis Oktober im Freien zu sehen.
Nahrung
Stinkwanzen ernähren sich von Pflanzen- und Beerensäften. Mit ihrem Saugrüssel zapfen sie die Pflanzen regelrecht an und saugen ihnen den nahrhaften Saft ab.
Fortpflanzung
Die Paarungszeit sowie die Eiablage beginnt in der Regel im Sommer. Zur Paarfindung erzeugen beide Geschlechter tiefe Laute durch das Reiben der Hinterbeine an den Hinterleib. Das Weibchen legt rund 100 grüne Eier und plaziert sie unterhalb eines Blattes. Kurz vor dem Schlupf der Larven sind die roten Augen durch die Eideckel deutlich zu erkennen. Nach dem Schlupf durchlaufen die Jungwanzen fünf Entwicklungsstadien. Im September ist die Entwicklung zur adulten Wanze abgeschlossen.
Anhang
Literatur und Quellen
- Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
- Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
- Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
- Heiko Bellmann: Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, 2006, Kosmos Verlag ISBN 3440107469
- Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
- Heiko Bellmann: Der große Kosmos Tierführer - 1.000 Arten Mitteleuropas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN 3-440-10093-6
