Gelbschnabelkitta

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Gelbschnabelkitta

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Tribus: Corvini
Gattung: Kittas (Urocissa)
Art: Gelbschnabelkitta
Wissenschaftlicher Name
Urocissa flavirostris
(Blyth, 1846)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Gelbschnabelkitta (Urocissa flavirostris) zählt innerhalb der Familie der Rabenvögeln (Corvidae) zur Gattung der Kittas (Urocissa). Im Englischen wird der Gelbschnabelkitta gold-billed magpie oder yellow-billed blue magpie genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Gelbschnabelkitta erreicht eine Körperlänge von etwa 61,0 bis 66,0 Zentimeter und ein Gewicht von etwa 132,0 bis 180,0 Gramm. Der gesamte Kopf, der Hals und die Brust weisen eine tief schwarze Färbung mit einem schmalen am Hinterkopf querverlaufenden weißen Band. Das Obergefieder und die Schulterfedern sind von einer aschig violetten Färbung. Die oberen Schwanzdecken sind mit einigen kleinen schwarzen Flecken besetzt. Die Flügel und der Schwanz sind stumpf kobaltblau mit einem aschfarbenen Schimmer. Die Federkiele sind von einer schwarzen Tönung und die verborgenen Federn weisen weiße Spitzen auf. Die Schwanzfedern selbst sind mit breiten weißen und schwarzen Spitzen versehen, mit Ausnahme der zentralen Federpaare, die nur mit weißen Spitzen besetzt sind. Die Brust und die Unterseite sind weißlich gefärbt und mit einem starken Stich in eine aschfarbene violette Tönung. Der Schnabel ist gelb gefärbt und die Beine sind orangefarben geschönt. Die Iris der Augen weist eine bräunlich-rote Färbung auf.

Lebensweise

Der Gelbschnabelkitta hält sich im gesamten Himalaya auf, jedoch ist er nur auf bestimmte Orte beschränkt. Als einzige Art trifft man den Gelbschnabelkitta in Kaschmir und in Jumoo sowie in Kumaon, in Teilen von Nepal und in Sikhim an. Ferner tritt er auch in Darjeeling auf. In der Regel kann man den Gelbschnabelkitta im Tiefflug beobachten. Er hält sich auf niedrigen Bäumen und Sträuchern auf, manchmal auch auf einem Stein oder auf einem Baumstumpf. Der Gelbschnabelkitta ernährt sich hauptsächlich von großen Insekten wie Heuschrecken und Grashüpfer. Sein Ruf ist ziemlich laut und schrill. Das Gelege besteht in der Regel aus drei bis vier Eiern, die eine grünliche Färbung aufweisen und mit feinen braunen Flecken versehen sind. Das Nest wird aus Zweigen und Wurzeln errichtet.

Unterarten

Gelbschnabelkitta
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Gelbschnabelkitta

Verbreitung

Laut der Roten Liste der IUCN kommt der Gelbschnabelkitta in Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal, Pakistan und in Vietnam vor. Der Gelbschnabelkitta lebt zumeist in subtropischen und tropischen feuchten Tieflandwäldern, in subtropischen und tropischen feuchten Montanwäldern, auf Ackerflächen, in Plantagen sowie in subtropischen und tropischen stark degradierten ehemaligen Wäldern.

Ernährung

Der Gelbschnabelkitta ist ein Allesfresser. Zu seiner pflanzlichen Nahrung gehören unter anderem Sämereien und Früchte. An tierischer Nahrung nimmt er Vogeleier, junge Vögel, aber auch Mäuse, größere Insekten und deren Larven zu sich. Er sucht seine Nahrung sowohl in den Bäumen als auch auf dem Boden. Als tagaktiver Vogel geht er nur am Tage auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Gelbschnabelkitta
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Gelbschnabelkitta

Die Geschlechtsreife wird etwa mit Beginn des zweiten Lebensjahres erreicht. Die Brutsaison des Gelbschnabelkitta erstreckt sich meist über die Regenzeit in den Monaten von März bis April. Die Nester werden in hohen Bäumen errichtet und bestehen aus Wurzelwerk, Ästchen und Blättern. Ausgepolstert wird das Nest mit Moosen, Wolle und Haaren. Das Weibchen legt drei bis vier Eier. Die Eier weisen eine grünliche Färbung auf und sind mit sehr feinen braunen Flecken besetzt. Die Brutzeit erstreckt sich dabei über rund 17 bis 19 Tage, wobei nur das Weibchen auf den Eier sitzt und sie wärmt. Die Nestlingszeit beträgt rund drei bis vier Wochen. Die Küken werden von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt. Der Gelbschnabelkitta zeigt ein starkes Nest-Abwehrverhalten. Eindringlinge werden gnadenlos angegriffen bis sie sich zurückziehen. Insgesamt bleibt der Familienverband für rund drei Monate zusammen.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Gelbschnabelkitta heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Er ist in weiten Teilen seines Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Gelbschnabelkitta selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Gelbschnabelkitta als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Links

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