Gebüschohrwurm

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Gebüschohrwurm
Bild:Copyright.jpg Aufnahme von Danilo Matzke (Entomologe)

Taxonomie
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Ohrwürmer (Dermaptera)
Unterordnung: Eudermaptera
Überfamilie: Forficuloidea
Familie: Forficulidae
Unterfamilie: Forficulinae
Gattung: Apterygida
Art: Gebüschohrwurm
Wissenschaftlicher Name
Apterygida media
(Hagenbach, 1822)

Der Gebüschohrwurm (Apterygida media), auch unter dem Synonym Forficula media und (Apterygida albipennis) bekannt, zählt innerhalb der Familie Forficulidae zur Gattung Apterygida. Im Englischen wird der Gebüschohrwurm short-winged earwig oder hop-garden earwig genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Gebüschohrwurm ist eher eine zierliche Art aber mit der Größe (9-15mm Körper + Zange) eher durchschnittlich gegenüber den anderen heimischen Arten. Auffallend, er besitzt nur Flügeldecken seine darunter liegenden Flügel sind sehr stark reduziert oder fehlen ganz. Sein Körper ist fein aber abstehend behaart genauso wie bei seinen Larven die sich durch den glänzenden schwarzen bis schwarzbraunen Kopf gut von anderen Arten unterscheiden lassen.

Verbreitung

Wie der Name schon sagt, kommt er überwiegend in der Gebüsch und Strauchregion vor. Dabei ist er besonders häufig in Auewäldern entlang von Gewässern aber man kann in auch in Gärten und Parks mitunter mitten Siedlungsgebieten finden. Besonders gern werden Vegetationskomplexe bewohnt, wie z.B. von Hopfen oder wilden Wein überwuchertem Gebüsch. In Heiden und Sandgebieten wie auch im Gebirge kommt er seltener vor.

Ernährung

In erster Linie ernährt sich der Gebüschohrwurm vegetarisch (Pantophag) mehr von Pollen und Blütenteilen. Deshalb wandert er zur Blütezeit zu verschiedenen Pflanzengruppen z. B. im Frühjahr ist er besonders an Schlehe und Weisdorn an zutreffen hingegen im Sommer findet man ihn mehr auf blühenden Brennnesseln. Aber auch Blattläuse und deren Ausscheidungen werden gern verzehrt hierbei sind seine Larven intensiver als die vom Gemeinen Ohrwurm Forficula auricularia( L.).

Fortpflanzung

Die Paarung erfolgt im Herbst und Frühjahr, nach der Überwinterung etwa Anfang Mai findet man zuerst die Männchen da die Weibchen mit der Brutpflege beschäftigt sind.

In einer Brutkammer im Boden legt das Weibchen 10-30 weisgelbliche Eier ab, die Larven verbleiben nicht lange im Nest. Kurz vor der Häutung zum L2 verlassen sie mit dem Weibchen die Kammer und wandern dann auf die Vegetation. Nach der Häutung zum L3 sind sie anhand der Fühleranzahl nicht mehr vom L2 zu unterscheiden da beide Stadien 10 Antennenglieder haben. Aber durch die unterschiedlichen Körpergröße und Kopfkapselbreite unterscheiden sich die Stadien schon von einander. Das L4 hat dann 11 Glieder und seine Zange ist geschlechtsspezifisch das bedeutet, die männlichen Larven unterscheiden sich von weiblichen Larven durch die gerade Innenkante der Zange. Die Zange der weiblichen Larven ist normal ausgebildet.
L4 männlich
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L4 männlich

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • MATZKE, D. (1999): Zur Ohrwurm- und Schabenfauna in Leipzig und Umgebung –Veröff. Naturkundemus. Leipzig Heft 18.: 66-80
  • MATZKE,D. (2002): Zur Biologie und Phänologie des Gebüschohrwurmes Apterygida media (HAGENBACH,1822) (Dermaptera, Forficulidae)- ARTICULATA 17(2): 1-11


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