Fuchsmanguste

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Fuchsmanguste

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Mangusten (Herpestidae)
Unterfamilie: Afroasiatische Mangusten (Herpestinae)
Gattung: Cynictis
Art: Fuchsmanguste
Wissenschaftlicher Name
Cynictis penicillata
Cuvier, 1829

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Die Fuchsmanguste (Cynictis penicillata), die auch Mungo genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Mangusten (Herpestidae) zur Gattung Cynictis.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Mit einer Kopfrumpflänge von 35 bis 40 cm gehören Fuchsmangusten zu den kleineren Mangustenarten. Hinzu kommt noch der buschige Schwanz, der etwa 25 bis 30 cm mißt. Das Gewicht beträgt zwischen 500 und 900 Gramm. In Abhängigkeit vom Verbreitungsgebiet ist ihr Fell gräulich oder gelblichbraun gefärbt. Die Bauchseite und die Schwanzspitze sind fast weiß. Je nach Jahreszeit variert ihr Fell in Dichte, Länge und Grundfärbung. Ihr Kopf weist eine leicht dreieckige Form auf und endet in einer spitzen Schnauze. Die Ohren sind kurz und von rundlicher Form. Beim Laufen halten sie ihren langen Schwanz waagerecht, parallell zum Boden. Er dient ihnen als Balancierorgan. Die hinteren Füße verfügen über vier Zehen, die vorderen Füße über fünf Zehen. Zwischen den Geschlechtern gibt es keinen deutlichen Geschlechtsdismorphismus.

Die tagaktiven Fuchsmangusten leben in kleinen Familienverbänden mit zehn bis zwanzig Tieren. Eine Gruppe besteht aus einem Pärchen sowie deren Nachwuchs, der in der Regel aus mehreren Würfen stammt. Im Rahmen ihrer Sozialstruktur markiert das Alphamännchen alle Mitglieder seiner Gruppe mit einem Sekret aus seinen Analdrüsen. Ihre Bauten graben sie entweder selbst oder übernehmen die von anderen Tieren. Oft findet man sie in Vergesellschaftung mit Erdmännchen, mit denen sie sich gut zu verstehen scheinen.

Verbreitung

Die Hauptverbreitungsgebiete liegen im südlichen bis nordwestlichen Südafrika. Größere Populationen leben auch in Botswana, Simbabwe und Namibia. Ihre Lebensräume erstrecken sich über Strauchsavannen und Halbwüsten mit mäßiger Vegetation. In der Nähe menschlicher Siedlungen sind sie auch auf Agrarflächen anzutreffen. Hier fressen sie hauptsächlich Insekten, die auf den Weizen- und Maisfeldern prächtig gedeihen.

Nahrung

Neben Insekten zählen auch Nager, Vögel sowie deren Eier und deren Brut zu ihrer bevorzugsten Nahrung. Als äußerst flinke und reaktionsschnelle Tiere nehmen sie es auch mit Giftschlangen auf, die regelmäßig gefressen werden.

Fortpflanzung

Fuchsmangusten erreichen die Gschlechtsreife mit zehn bis zwölf Monaten. Die Fortpflanzungszeit fällt in die Monate Juli bis September, kann gebietsweise aber auch bis in den Dezember andauern. Die Kopulationsdauer ist mit bis zu 45 Minuten ungewöhnlich lang. Nach einer Tragezeit von etwa 45 bis 55 Tagen bringt das Weibchen in ihrem Bau zwischen einem und vier Jungtiere zur Welt. Unter Umständen kann es auch zu mehreren Würfen im Jahr kommen. Fuchsmangusten können ein Alter von bis zu fünfzehn Jahren erreichen.

Krankheiten, Gefährdung

Vor allem in Süfafrika zählen Fuchsmangusten zu den Hauptüberträgern der Tollwut. Da sie sich auch in der Nähe von Farmen aufhalten, werden sie häufig von Farmern gejagt. Dabei werden Giftköder ausgelegt oder ihre Bauten begast. Trotz der starken Bejagung sind die Fuchsmangusten gebietsweise noch sehr häufig anzutreffen.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: Familie der Mangusten (Herpestidae)

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

Links

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