Fransenschildkröte

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Fransenschildkröte

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halswender-Schildkröten (Pleurodira)
Familie: Schlangenhalsschildkröten (Chelidae)
Gattung: Fransenschildkröten (Chelus)
Art: Fransenschildkröte
Wissenschaftlicher Name
Chelus fimbriatus
Schneider, 1783

Die Fransenschildkröte (Chelus fimbriatus), die auch Mata Mata genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Schlangenhalsschildkröten (Chelidae) zur Gattung der Fransenschildkröten (Chelus). Das Synonym Mata Mata kommt aus der Eingeborenensprache und bedeutet "Mörderin".

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Fransenschildkröte erreicht eine Größe von bis zu 50 cm. Der Panzer ist insgesamt sehr flach und mit höckerartigen Erhebungen versehen. Die Erhebungen sind bräunlich gefärbt, die Vertiefungen dazwischen überwiegend schwarz. Beine, Kopf und Hals weisen eine graubraune Färbung auf. Charakteristisch sind die fransenartigen Hautlappen an Hals und Kopf, die bei dieser Art namensgebend waren. Die Fransenschildkröte gleicht auf dem Gewässerboden einem abgefallenen, trockenen Blatt und ist somit sehr gut getarnt. Sie bewegt sich kaum und wartet als Lauerjägerin auf Beute. Mit ihrem langem, ausgestrecktem Hals atmet sie an der Oberfläche nach Luft. Die Fransenschildkröte ist noch nicht in ihrer Art bedroht.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über das nördliche Südamerika. Insbesondere in Brasilien, Bolivien, Guayana, Surinam und Peru ist die Fransenschildkröte weit verbreitet. Sie bewohnt tropische Süssgewässer wie langsam fließende Flüsse, deren Altarme, schlammige Seen oder auch größere Teiche. Das Wasser verläßt sie nur zur Eiablage.

Nahrung

ALs Lauerjägerin erjagt sie vornehmlich Fische und Amphibien. Ist ein Beutetier in der Nähe ihres Maules, so öffnet die Fransenschildkröte ihr Maul sehr schnell und saugt die Beute regelrecht ein. Diese Art der Nahrungsgewinnung nennt man Saugschnappen.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt zwischen Oktober und Dezember etwa 12 bis 28 Eier. Zur Eiablage geht die Fransenschildkröte an Land. Die Inkubationszeit beträgt bei einer durchschnittlichen Temperatur von 28 bis 29 Grad rund 200 Tage. Die Eier haben einen Durchmesser von 3,5 bis 4 cm. Die Schlüpflinge sind anfangs recht bunt gefärbt. Mit zunehmendem Alter verschwindet diese auffällige Färbung. Eine Fransenschildkröte kann ein Alter von gut 30 Jahren erreichen.
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