Pazifischer Segelflossendoktorfisch

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Pazifischer Segelflossendoktorfisch

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Doktorfischartige (Acanthuroidei)
Familie: Doktorfische (Acanthuridae)
Gattung: Segelflossendoktorfische (Zebrasoma)
Art: Pazifischer Segelflossendoktorfisch
Wissenschaftlicher Name
Zebrasoma veliferum
Bloch, 1795

Der Pazifische Segelflossendoktorfisch (Zebrasoma veliferum), auch Fledermaus-Segelflossendoktor genannt, zählt innerhalb der Familie der Doktorfische (Acanthuridae) zur Gattung der Segelflossendoktorfische (Zebrasoma). Im Englischen wird er Pacific sailfin tang genannt.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Der Pazifische Segelflossendoktorfisch erreicht eine Durchschnittslänge von 30 bis 35 cm, selten auch bis 40 cm. Weibchen werden im Allgemeinen etwas größer als Männchen. Die Grundfärbung der Beschuppung ist dunkelgrau bis schwarz. Hellgelbe Querstreifen trennen die dunkle Grundfärbung optisch. Innerhalb der gelblichen Streifen zeichnen sich ein bis drei dunkelgelbe und schmale Linien ab. Die dunklen Bereiche sind mit mehreren schwach gelben Linien durchzogen, die ihrerseits dunkel eingefasst sind. Im Kopf- und Maulbereich sind auf hellgrauem Untergrund eine Vielzahl von kleinen gelben Punkten erkennbar. Das Maul ist spitz zulaufend. Der Oberkiefer verfügt über rund 16 kleine Zähne, der Unterkiefer weist etwa 18 Zähne auf.

Die Rückenflosse weist zwischen 30 und 33 Strahlen sowie vier bis acht Dornen auf. Ähnlich sieht es bei der analen Flosse aus, hier sind 24 bis 26 Strahlen und zwei bis drei Dorne erkennbar. Die Brustflossen besitzen etwa 17 Strahlen. Die Beckenflossen weisen lediglich etwa fünf Strahlen und einen Dorn auf. Die dorsale sowie die anale Flosse können aufgestellt werden. Der Pazifische Segelflossendoktorfisch ist ein tagaktiver Fisch, der im küstennahen Riff lebt. Er lebt meist einzelgängerisch oder paarweise. Selten kann man ihn auch in kleinen Gruppen beobachten. Sie sind reviergebunden und setzen zur Verteidigung ihre Dornen ein. Zu den Hauptfeinden zählen unter anderem Knorpelfische wie der Riffhai.

Verbreitung

Diese Art ist in weiten Teilen des Indischen Ozeans, des östlichen sowie des zentralen Pazifiks verbreitet. Das nördliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis in den Süden Japans, das südliche Verbreitungsgebiet reicht bis nach Ozeanien zum Great Barrier Reef. Der Pazifische Segelflossendoktorfisch lebt in küstennahen, seewärts gerichteten Riffen oder in Lagunen. Er bevorzugt Flachwasser bis in Tiefen von rund 30 Meter.

Ernährung

Der Pazifische Segelflossendoktorfisch lebt herbivor und ein reiner Algenfresser. Er weidet meist benthische Algen in niedriger Wassertiefe ab.

Fortpflanzung

Der Pazifische Segelflossendoktorfisch erreicht die Geschlechtsreife mit einem bis zwei Jahren. Die Fische leben polygam, das heißt, ein Männchen kann mehrere Weibchen haben, umgekehrt kann ein Weibchen aber auch mehrere Männchen haben. Die Laichzeit erstreckt sich meist über den späten Winter oder über das Frühjahr. Weibchen laichen in der Regel in der Dämmerung. Das Ablaichen geschieht oft in Gruppen, selten auch paarweise. Die Eier weisen eine Größe von weniger als einem Millimeter auf. Eine Brutpflege wird nicht betrieben. Die Larven schlüpfen nach einem Tag und leben pelagisch. Die Jungfische haben bereits die gleichen auffälligen dorsalen und analen Flossen wie die adulten Fische. Die Färbung geht allerdings deutlich ins Gelbliche, die sich erst mit der Geschlechtsreife zurückbildet.

Der Pazifische Segelflossendoktorfisch kann ein Alter von 25 Jahren erreichen.
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