Felsenpython

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Felsenpython

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Pythons (Pythonidae)
Gattung: Eigentliche Pythons (Python)
Art: Felsenpython
Wissenschaftlicher Name
Python sebae
Gmelin, 1789

Der Felsenpython (Python sebae) zählt innerhalb der Familie der Pythons (Pythonidae) zur Gattung der Eigentlichen Pythons (Python).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Felsenpython erreicht eine maximale Länge von 800 Zentimeter sowie ein Gewicht von bis zu 130 Kilogramm. Die durchschnittliche Größe schwankt allerdings zwischen 450 und 550 Zentimetern. Er ist die drittgrößte Schlange der Welt. Die Beschuppung ist überwiegend dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Die Musterunf bzw. die Zeichnung ist grau bis dunkelgrau. Der Bauch ist cremefarben bis weißlich. Feine dunkle Punkte verteilen sich dabei auf der gesamten Bauchseite. Der Körper ist ausgesprochen krädtig und muskulös gebaut. Der Felsenpython könnte mit Leichtigkeit einen erwachsenen Menschen erwürgen. Der große Kopf setzt sich deutlich von Körper ab.

Lebensweise

Der Felsenpython ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Am Tage versteckt er sich in verlassenen Nagerbauten oder an ähnlich geeigneten Stellen. Die Art ist noch nicht von der Ausrottung bedroht, untersteht aber dem Wahingtoner Artenschutzabkommen (Anhang II).

Verbreitung

Der Felsenpython bewohnt die trockenen Savannengebiete in West- und Zentralafrikas. In einigen Gebieten werden auch mäßig feuchte Savannen besiedelt. Er ist insbesondere in Angola, Benin, Botswana, Burkina Faso, Burundi, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Elfenbeinküste, Äquatorial Guinea, Äthiopien, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Liberia, Malawi, Mali, Mozambique, Tschad, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Südafrika, Sudan, Tansania, Togo, Uganda, Zaire und Zimbabwe verbreitet. In dem konstanten Klima wird keine Winterruhe gehalten.

Ernährung

Der Felsenpython ist nicht wählerisch und frisst alles was er überwältigen kann. Normalerweise fressen die Schlangen kleinere Tiere wie Nager oder ähnliches. Aber es können auch kleinere Krokodile, Impalas oder Gazellen, Schweine oder Ziegen oder Tiere in vergleichbarer Größe sein. Brocken mit einem Gewicht von bis zu 60 Kilogramm stellen für einen ausgewachsenen Felsenpython kein Problem dar. Ein Beutetiere wird gepackt und durch umschlingen erwürgt. Mit dem Kopf voran wird die Beute dann verschlungen. Ist ein Beutetier sehr groß, können die Kiefer regelrecht ausgehakt werden.

Fortpflanzung

Der Felsenpython erreicht die Geschlechtsreife mit rund fünf bis sechs Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in den natürlichen Verbreitungsgebieten von November bis März. Einige Wochen nach der Kopulation legt das Weibchen bis zu 100 Eier an geschützter Stelle auf ein feuchtwarmes Substrat ab. In Abhängigkeit der Umgebungstemperatur schlüpfen die Jungschlangen nach etwa 60 bis 90 Tagen. Während der Brutdauer umschlingt das Weibchen das Gelege und wärmt die Eier. Zudem wird das Gelege erbittert verteidigt. Bereits kurz nach dem Schlupf häuten sich die Jungen erstmals. Unter günstigen Umständen kann ein Felsenpython bis zu 30 Jahren alt werden.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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