Feldmaikäfer

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Feldmaikäfer

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Gattung: Maikäfer (Melolontha)
Art: Feldmaikäfer
Wissenschaftlicher Name
Melolontha melolontha
Linnaeus, 1758

Der Feldmaikäfer (Melolontha melolontha), der auch Gemeiner Maikäfer genannt wird, gehört innerhalb der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) zu Gattung der Maikäfer (Melolontha).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Feldmaikäfer erreicht eine Körperlänge von 30 bis 40 mm. Thorax, Bauchseite und Kopf sind überwiegend schwarz gefärbt. Die Flügeldecken, Extremitäten und Fühler weisen eine rötlichbraune Färbung auf. An den Seiten zeichnen sich weiße Bereiche ab. Für diese Art charakteristisch, läuft der Hinterleib spitz zu. Weite Teile des Körpers sind mit kleinen Härchen bedeckt. Die fächerartigen Fühler des Männchens besitzen sieben Lamellen mit rund 50.000 Geruchssensoren. Beim Weibchen sind nur sechs Lamellen mit etwa 8.000 Geruchssensoren vorhanden. Das ist bei den Geschlechtern das deutlichste Unterscheidungsmerkmal. Die Vorderbeine dienen dem Feldmaikäfer als Grabwerkzeug.

Verbreitung

Der Feldmaikäfer war in Europa sehr weit verbreitet. Er wurde allerdings als gefräßiger Schädling bekämpft. Heute ist er relativ selten geworden. Seine Habitate können Wälder, insbesondere deren Ränder und Agrarflächen sein.

Ernährung

Sie ernähren sich überwiegend von Blättern von Laubbäumen, wie Eiche, Buche, Esche aber auch Steinobstbäumen. Während ihrer Hochphase haben sie ganze Laubbaumbestände kahl gefressen. Die Engerlinge, also die Larven der Maikäfer, gelten als weitaus gefährlicher, da sie sich von Wurzeln ernähren und Bäume und andere Pflanzen schon unter der Erde schädigen und teilweise zum Absterben bringen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife tritt mit Verlassen der Puppenruhe ein. Die Paarung findet im Frühjahr statt. Das Weibchen legt in mehreren Schüben jeweils 20 bis 30 Eier in den Erdboden. Die Tiefe des Geleges variiert zwischen 10 und 20 cm. Insgesamt legt ein Weibchen bis zu 80 Eier. Die gelblichen Eier sind von ovaler Form und haben eine Länge von ca. 3 mm. Die Embryonalentwicklung erstreckt sich über einen Zeitraum von gut acht Wochen.

Larve des Feldmaikäfers
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Larve des Feldmaikäfers

Die geschlüpften Larven, die Engerlinge genannt werden, leben über rund 3 Jahre im Erdboden und ernähren sich von Wurzelwerk diverser Pflanzen. Gerne gefressen wird der Löwenzahn. Nach der zweiten Überwinterung verpuppen sich die Engerlinge. Diese Puppenruhe beträgt ca. sechs Wochen. Im Herbst schlüpfen dann die fertigen Käfer. Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Käfer dauert etwa vier Jahre. Der geschlüpfte Käfer hat eine Lebenserwartung von ein bis zwei Monaten.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten erkennen und bestimmen. Ulmer 2002 ISBN 3576114769
  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Insektenführer. Franckh-Kosmos Verlag, 1999 ISBN 3440076822
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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