Faltengecko

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Faltengecko

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Geckos (Geckonidae)
Gattung: Faltengeckos (Ptychozoon)
Art: Faltengecko
Wissenschaftlicher Name
Ptychozoon lionotum
Annandale, 1905

Das Faltengecko (Ptychozoon lionotum) zählt innerhalb der Familie der Geckos (Gekkonidae) zur Gattung der Faltengeckos (Ptychozoon).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Faltengecko erreicht eine Gesamtlänge von gut 16 cm, wobei der Schwanz etwa die halbe Körperlänge erreicht. Seine feingliedrig beschuppte Haut weist eine olivgrüne bis bräunliche Färbung auf. Der lange Schwanz ist an den Seiten jeweils mit einer Zähnung versehen, die sich bis zum Schwanzende fortsetzt. Das Faltengecko verfügt an den Flanken über charakteristische Hautfalten, die für diese Art und die Gattung namensgebend waren. Auf dem Rücken und dem Schwanz ist andeutungsweise ein schwaches Streifenmuster zu sehen.

Die Tiere halten sich fast ausschließlich auf Bäumen auf. Den Waldboden betreten sie sehr selten. Als nachtaktive Tiere halten sie sich tagsüber an Baumstämmen oder senkrecht stehenden Ästen auf. Dabei verharren sie in einer Art Starre. An den Zehen verfügen sie über kleine Krallen, mit denen sie an rauhen Oberflächen hochkletter können. An glatten Oberflächen bewegen sie sich mit ihren Haftlamellen unterhalb ihrer Füße fort. Die Haftlamellen bestehen aus mikroskopisch kleinen Härchen, die sich bei Kontakt mit einer glatten Oberfläche aufspalten und somit die Hafteigenschaften freigeben. Eine weitere Eigenschaft haben die Faltengeckos in Bezug auf Flucht oder Baumwechsel entwickelt. Mit ihren ausbreitbaren Hautfalten an den Flanken und den spreizbaren Zehen können sie kurze Distanzen im Gleitflug zurücklegen.

Verbreitung

Die Faltengeckos sind im tropischen Regenwald von Malaysia und Thailand verbreitet. Die Temperaturen liegen ganzjährig bei 25 bis 30°C. Sie leben in Bäumen unterschiedlicher Art.

Ernährung

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Diese Art ernährt sich in Insekten unterschiedlicher Art. Neben Ameisen, Fliegen, Spinnen und Käfern gehören auch Würmer und andere Weichtiere zu ihrer Nahrung. Es wurde beobachtet, daß sie auch reife Früchte und Nektar zu sich nehmen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit zehn bis zwölf Monaten erreicht. Die Paarungszeit ist an keine bestimmte Jahresteit gebunden und erfolgt ganzjährig. Das Weibchen legt zwei hartschalige runde Eier und befestigt sie an einen Untergrund. Die Eier haben einen Durchmesser von zehn bis zwölf Millimeter. Eine Brutpflege betreiben die Faltengeckos nicht, die Jungtiere sind nach dem Schlupf sich selbst überlassen. Nach etwa 60 bis 90 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die ein ausgeprägtes Streifenmuster auf dem Rücken aufweisen. Die Lebenserwartung liegt bei acht bis zehn Jahren.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Geckos (Gekkonidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
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