Diamantschildkröte

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Diamantschildkröte
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Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Familie: Neuwelt-Sumpfschildkröten (Emydidae)
Gattung: Diamantschildkröten (Malaclemys)
Art: Diamantschildkröte
Wissenschaftlicher Name
Malaclemys terrapin
Schoepff, 1793

Die Diamantschildkröte (Malaclemys terrapin) zählt mit ihren sieben Unterarten innerhalb der Familie der Neuwelt-Sumpfschildkröten (Emydidae) zur Gattung der Diamantschildkröten (Malaclemys).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Diamantschildkröte erreicht eine Körperlänge von 20 bis 25 cm, wobei das Männchen lediglich eine Länge von 20 cm erreicht. Der Carapax weist eine gräuliche bis bräunliche Färbung auf. Mitunter kann diese Färbung auch in schwarz gehen. Der Rückenpanzer ist mit facettenartigen, konzentrisch gefurchten Rückenschilden versehen. Tiefe Wachstumsringe geben dem Rückenpanzer ein skulpturartiges Aussehen. Die Grundform ist keilförmig, wobei das Hinterteil breiter ist. Der Plastron (Bauchpanzer) ist gelblich und mit unregelmäßigen dunklen Mustern versehen. Kopf, Hals, Schwanz und Extremitäten sind hellgrau und sind mit einer Vielzahl dunkler kleiner Punkte übersät. Die Augen mit den dunklen Pupillen liegen weit vorne am Kopf.

Zu den Hauptfeinden für Gelege und an Land befindliche Schildkröten sind insbesondere Waschbären, Füchse, Skunke, Möven und Krähen. Im Wasser stellen Reiher und räuberische Fische den Jungschildkröten nach. Da die Diamantschildkröte sich gerne auf Asphalt sonnt lauert auch hier eine große Gefahr; jährlich kommen viele tausend Tiere im Straßenverkehr um. Im frühen 19. Jahrhundert war die Diamantschildkröte bei den Menschen eine Delikatesse (Schildkrötensuppe). Kurz vor der Ausrottung wurden sie dann unter Schutz gestellt.

Unterarten

Verbreitung

Die östlichen USA, insbesondere Florida, sowie Mexiko gehören zu den Hauptverbreitungsgebieten der Diamantschildkröte. Sie leben vorzugsweise in Brackwasser von Gezeitenzonen, Sümpfen, Flußmündungen, Lagunen und ähnlichem.

Nahrung

Sie ernähren sich von Fischen, Weichtieren und Krustentieren. Überschüssiges Salz, das sie im Brackwasser aufnehmen, wird von den Drüsen am Kopf ausgeschieden.

Fortpflanzung

Männchen erreichen die Geschlechtsreife mit rund fünf Jahren, Weibchen etwas später mit sieben Jahren. Die Eiablage erfolgt in den Monaten Juni und Juli. Sie legen ihre Eier vorzugsweise bei hohen Gezeiten ab, damit das Gelege in jedem Fall nicht unterhalb des höchsten Wasserstandes liegt. Ihre Eier legen sie in selbstgegrabenen Gruben in Tiefen von zehn bis zwanzig cm Tiefe. Ablageplätze können Dünen oder küstennahe Sümpfe sein. Das Weibchen legt zwischen vier und achtzehn Eier ab. Die durchschnittliche Gelegegröße dürfte bei neun oder zehn Eier liegen. Die dünnschaligen Eier weisen eine weißliche Färbung auf und sind von ledriger Art. Die Eilänge beträgt etwa 3,8 cm. Je nach Umgebungstemperatur schlüpfen die Jungschildkröten nach neun bis fünfzehn Wochen. Dabei gilt, je höher die Bruttemperatur, desto eher schlüpfen weibliche Tiere. Diamantschildkröten können ein Alter von bis zu vierzehn Jahren erreichen.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ignaz A. Basile: Faszinierende Schildkröten. Sumpfschildkröten. Naglschmid, 1995 ISBN 3927913812
  • Andreas S. Hennig: Haltung von Wasserschildkröten. Natur und Tier-Verlag; Auflage 1, Dez. 2004. ISBN 3931587959
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