Brauner Wasserpython

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Brauner Wasserpython

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Pythons (Pythonidae)
Gattung: Wasserpythons (Liasis)
Art: Brauner Wasserpython
Wissenschaftlicher Name
Liasis fuscus
Gray, 1842

Der Braune Wasserpython (Liasis fuscus) zählt zur Familie der Pythons (Pythonidae) und gehört zur Gattung der Wasserpythons (Liasis).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Braune Wasserpython erreicht eine Länge von 150 bis 300 cm. Männchen bleiben deutlich kleiner und leichter als Weibchen. Die Körperfärbung variiert von bräunlich bis olivgrün. Die Beschuppung schillert bei Lichteinfall. Die Bauchseite ist gelblich bis cremefarben. Der längliche Kopf setzt sich leicht vom Körper ab. Der Kinnbereich ist weißlich bis leicht cremefarben.

Lebensweise

Der überwiegend nachtakive Braune Wasserpython gilt als leicht reizbare und angriffslustige Schlange. Zu den natürlichen Feinden zählen Krokodile, große Raubkatzen und Dingos. Mittlerweile ist diese Schlange vom Aussterben bedroht. Gründe sind zum einen die Wildfänge und zum anderen der Verlust ihrer Habitate. Das Washingtoner Artenschutzabkommen stellt den Braunen Wasserpython in Anhang II unter Schutz. Die Haltung ist meldepflichtig.

Unterarten

Verbreitung

Die Hauptvorkommen sind im Norden von Australien, insbesondere von Broome bis Mackay in Queensland sowie vorgelagerten Inseln vor Cape Yor, zu finden. Kleinere Populationen leben auch im Süden von Neu-Guinea und den Kleinen Sundainseln. Sie führen ein semiaquatiles Leben und sind meist an Flüssen, Seen und in Sümpfen anzutreffen. Trockene Gebiete werden strikt gemieden.

Ernährung

Der Braune Wasserpython ist ein opportunistischer Allesfresser, der alles an Beutetiere frisst, die sich überwältigen lassen. Dazu gehören insbesondere Nagetiere, Vögel und Tiere ähnlicher Größe. Die Beute wird umschlungen, erwürgt und im Ganzen mit dem Kopf voran verschlungen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife tritt mit 18 bis 24 Monaten ein. Die Paarung erfolgt im Frühjahr. Nach einer Trächtigkeit von etwa 60 Tagen legt das Weibchen zwischen zehn und zwölf, selten mehr Eier. Die Eier weisen ein Gewicht von 30 bis 40 Gramm auf. Das Weibchen betreibt eine Brutpflege, indem sie die Eier umschlingt und durch Muskelkontraktion wärmt. Zudem beschützt sie das Gelege vor Fressfeinden. Nach 60 bis 70 Tagen erfolgt der Schlupf. Die Jungschlangen weisen eine Länge von 30 bis 40 cm sowie ein Gewicht von 25 bis 35 Gramm auf. In Gefangenschaft können sie ein Alter von bis zu 26 Jahren erreichen. In Freiheit liegt die Lebenserwartung bei rund zehn bis fünfzehn Jahren.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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