Brauner Mönch

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Brauner Mönch
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Eulenfalter (Noctuidae)
Gattung: Cucullia
Art: Brauner Mönch
Wissenschaftlicher Name
Cucullia verbasci
Linnaeus, 1758

Der Braune Mönch (Cucullia verbasci), auch Königskerzen-Mönch genannt und unter dem Synonym Shargacucullia verbasci bekannt, zählt innerhalb der Familie der Eulenfalter (Noctuidae) zur Gattung der Cucullia.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Braune Mönch erreicht eine Flügelspannweite von etwa 25 Millimeter. Er gehört zu den mittelgroßen Nachtfaltern. Die ausgesprochen schmalen Fügel und der pelzig behaarte Körper sind überwiegend bräunlich bis hellbraun gefärbt. Der Körper ist im vorderen Bereich recht breit und verjüngt sich zum Ende des Abdomens hin deutlich. Der Vorderkörper weist in der Mitte eine schwärzliche Färbung auf. Die Fühler sind fadenartig und mittellang. Der Braune Mönch fliegt meist von April oder Mai bis in den Juni hinein.

Verbreitung

Der Braune Mönch ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Im Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Süden Skandinaviens. Man findet sie meist an Wald- und Wegrändern sowie in größeren Gärten und Parks.

Nahrung

Raupenstadium
vergrößern
Raupenstadium

Die Falter ernähren sich rein vegetarisch und saugen mit ihrem Rüssel nur flüssige Nahrung auf, die meist aus Nektar besteht. Die Raupen leben auf Futterpflanzen wie Königskerzengewächse. Von den Blättern dieser Pflanzen ernähren sie sich auch.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit beginnt meist schon im zeitigen Mai. Das Weibchen legt ihre Eier einzeln auf die Blätter der entsprechenden Futterpflanzen. Die aus den Eiern schlüpfenden Raupen sind auffällig gefärbt und können eine Länge von 50 Millimeter erreichen. Markant ist die schwarzgelbe Zeichnung. Zwischen den Körpersegmenten sind dünne schwarze Linien zu erkennen. So auffällig gefärbt sind sie leicht von Fressfeinden auszumachen. Da sie aber ungenießbar sind, bleiben sie unbehelligt. Die Verpuppung erfolgt im August. In dieser Entwicklungsphase erfolgt auch die Überwinterung. Pro Jahr gibt es lediglich eine Generation. Die fertigen Falter schlüpfen im Frühjahr des Folgejahres.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
'Persönliche Werkzeuge