Braune Kugelspinne

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Braune Kugelspinne

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Radnetzspinnen (Araneoidea)
Familie: Haubennetzspinnen (Theridiidae)
Gattung: Echte Kugelspinnen (Theridion)
Art: Braune Kugelspinne
Wissenschaftlicher Name
Theridion impressum
L. Koch, 1881

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:008433]

Die Braune Kugelspinne (Theridion impressum), auch bekannt als Braunweiße Kugelspinne, gehört innerhalb der Familie der Haubennetzspinnen (Theridiidae) zur Gattung der Echten Kugelspinnen (Theridion).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Mit bis zu fünf Millimetern Größe gehört die Braune Kugelspinne zu den eher kleineren Kugelspinnen. Männchen werden dabei etwas größer als Weibchen. Der Körper ist überwiegend hellbraun gefärbt. Der Cephalothorax (Vorderkörper) ist dabei überwiegend einfarbig. Auf dem Abdomen (Hinterleib) sind rechts und links außer einem weißlichen Längsbandes deutlich symmetrische Musterungen zu sehen, die meist schwarz, weiß und braun gefärbt sind. Der Abdomen ist dabei deutlich größer als der Cephalothorax und weist eine rundliche, kugelige Form auf. Die vier Beinpaare sind hellbraun gefärbt und leicht behaart. Die Gelenke der Beine sind meist dunkelbraun. Ihr Haubennetz baut die Braune Kugelspinne meist in den oberen Regionen niedriger Vegetation. Im oberen Bereich des Netzes hält sie sich in der Regel auf und wartet auf Beute. Die Netze beinhalten senkrecht angebrachte Fangfäden, mit denen sie Flug- und Laufinsekten fangen. Das Gift der Braunen Kugelspinne ist für Beutetiere sehr giftig, kann einem Menschen aber nicht weiter gefährlich werden.

Verbreitung

Die Braune Kugelspinne ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas beheimatet. Sie bevorzugt ausgesprochen sonnige Habitate wie trockene Wiesen, Ödland und an Wegrändern. Man findet sie meist in ihrem Netz, das sich in niedriger Vegetation befindet. Feuchte und dunkle Stellen werden strikt gemieden.

Ernährung

Die Braune Kugelspinne ernährt sich räuberisch von Insekten. Ihre Beute fängt sie mit ihrem Haubennetz. Die darin befindlichen klebrigen Fäden fangen ein Insekt und hindern es an der Flucht. Ist ein Beutetier gefangen, so tötet sie es mit einem Giftbiss und spinnt ihr Opfer ein und saugt es später aus.

Fortpflanzung

Die Braune Kugelspinne gehört zu den wenigen Spinnenarten, die eine ausgesprochen aufwändige Brutpflege betreibt. Das Weibchen legt ihre Eier nach erfolgreicher Befruchtung in einen Kokon, den sie dafür gesponnen hat. Bis zum Schlupf der Spiderlinge wird der Kokon gegen Fressfeinde und Artgenossen beschützt. Nach dem Schlupf der Jungspinnen verbleiben sie die erste Zeit im Netz der Mutter. Das Weibchen füttert ihre Jungen mit einem Brei aus vorverdauter Nahrung. Dabei gibt sie die Nahrung per Mund-zu-Mund-Fütterung weiter. Bereits nach einigen Tagen erfolgt dann die erste Häutung. Nach zwei bis drei Wochen stirbt das Muttertier und dient dem Nachwuchs als Nahrung. Kurz danach verlassen die Jungspinnen ihr Geburtsnetz und bauen jeweils ein eigenes Netz. Im Juli erreichen sie die Endgröße.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Braune Kugelspinne mit Beute, einem Rauhaarigem Schnellkäfer (Hemicrepidius hirtus)
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Braune Kugelspinne mit Beute, einem Rauhaarigem Schnellkäfer (Hemicrepidius hirtus)

Update 12. Juni 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge