Baumwanzenfliege

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Baumwanzenfliege
Weibchen

Taxonomie
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Teilordnung: Muscomorpha
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Wanzenfliegen (Phasiinae)
Gattung: Gymnosoma
Art: Baumwanzenfliege
Wissenschaftlicher Name
Gymnosoma nudifrons
Herting, 1966

Die Baumwanzenfliege (Gymnosoma nudifrons) zählt innerhalb der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae) sowie zur Gattung Gymnosoma.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Baumwanzenfliege erreicht eine Körperlänge von sechs bis zehn Millimeter. Der vorder Teil des Thorax ist gelblichbraun gefärbt, wobei deutlich mehrere dunkle Längslinien zu erkennen sind. Der hintere Teil des Thorax weist eine schwarze Färbung auf. Der Abdomen ist gelblich gefärbt und ist durch drei bis vier schwarzgefärbte Punkte und Flecken gekennzeichnet, an denen man das Tier leicht erkennen kann. Der Körper ist insgesamt nur wenig behaart. Die Flügel weisen eine bräunliche Färbung auf und sind sehr schmal. Der Kopf setzt sich nur wenig vom Thorax ab und ist gekennzeichnet durch sehr große, rötlich gefärbte Komplexaugen, die nach vorne gerichtet sind. Zwischen den Augen liegen kurze, dunkel gefärbte Fühler. Das Gesichtsfeld ist gelblich gefärbt. Der hintere Kopfbereich weist eine leicht gräuliche Behaarung auf.

Lebensweise

Die Flugzeit der Baumwanzenfliege erstreckt sich je nach Verbreitungsgebiet von April bis September.

Verbreitung

Baumwanzenfliege - Weibchen
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Baumwanzenfliege - Weibchen

Die Baumwanzenfliege ist in ganz Europa, dem Vorderen Orient und im gemäßigten westlichen Asien verbreitet. Sie bevorzugt meist offenes und feuchtes Gelände mit blütentragenden Pflanzen. Aber auch Habitate wie Blumenwiesen, Sümpfe und Moore, Parks, Gärten und gebüschreiche Waldränder werden gerne besiedelt. In Höhenlagen kann man sie bis in Höhen von rund 1.500 Meter über NN. beobachten

Ernährung

Die Imagines der Baumwanzenfliege ernähren sich ausschließlich vom Nektar und vom Pollen blütentragender Pflanzen. Gelegentlich nehmen sie auch Honigtau zu sich. Hier spielen sie auch bei der Bestäubung eine wichtige Rolle. Insbesondere die Weibchen fressen viele eiweißreiche Pollen, da diese für die Eiproduktion unerläßlich sind. Die Larven parasitieren an Nymphen verschiedener Wanzenarten, insbesondere von Baumwanzen.

Fortpflanzung

Baumwanzenfliege - Weibchen
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Baumwanzenfliege - Weibchen

Die Larven der Baumwanzenfliege entwickeln sich parasitär. Das Weibchen der Baumwanzenfliege legt ihre unreifen Eier meist einzeln in die Nähe von Wirtstieren. Die Eier weisen eine ovale Form auf. In der Regel kommt es hierbei zu einer Superparasitierung, das heisst, ein Wirtstier wird nur von einem Parasiten befallen. Dies ist zwar die Regel, ein Wirtstier kann aber auch von mehreren Parasiten befallen sein. Der Tod tritt für das Wirtstier dann noch schneller ein. Meist parasitieren die Larven an adulten Wanzen, gelegentlich auch an Nymphen in einem späten Entwicklungsstadium. Nachdem die Larven geschlüpft sind, dringen sie meist in den Abdomen ihres Wirtstieres ein. Hier überwintern sie. Im Frühjahr setzen sie ihre Entwicklung fort und ernähren sich vom Körpergewebe des Wirtes. Infolgedessen stirbt das Wirtstier nach einiger Zeit. Eine reife Larve verläßt den Körper und begibt sich zu Verpuppung in den Erdboden. Aus der Puppe schlüpft dann die Baumwanzenfliege.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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