Banggai-Kardinalbarsch

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Banggai-Kardinalbarsch
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Systematik
Klasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Unterklasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Familie: Kardinalbarsche (Apogonidae)
Gattung: Pterapogon
Art: Banggai-Kardinalbarsch
Wissenschaftlicher Name
Pterapogon kauderni
Koumans, 1933

Der Banggai-Kardinalbarsch (Pterapogon kauderni), auch Molukken-Kardinalbarsch genannt, zählt innerhalb der Familie der Kardinalbarsche (Apogonidae) zur Gattung der Pterapogon.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Banggai-Kardinalbarsch erreicht eine Körperlänge von acht bis zehn cm. Der Körper weist eine rundliche und seitlich leicht abgeflachte Form auf. Die Grundfärbung variiert von rotbraun bis goldbraun. Im Kopfbereich herrscht eine silbrige Färbung vor. Drei auffällige schwarze Binden überziehen vertikal den Körper. Die erste Binde erstreckt sich im Kopfbereich und verläuft über die Augen. Die zweite und dritte Binde verläuft in den Körpermitte und verbindet optisch die Rückenflossen mit den Bauch- und Afterflossen. Die Flossen weisen eine schwarze Grundfärbung auf und sind mehr oder weniger stark weißlich punktiert. Einige weißliche Punkte sind auch auf dem Körper zu sehen. Die Geschlechter weisen keinen Geschlechtsdismorphismus auf. Die sehr großen Augen lassen auf ihre Nachtaktivität schliessen. Manche Forscher sehen auch eine Tagaktivität. Diese Beobachtungen wurden aber nur in Aquarien festgestellt, wo die Fische anscheinend ihr Verhalten ändern. In Freiheit halten sich die Banggai-Kardinalbarsche meist in Spalten oder Höhlen im Korallenriff auf. Sowohl Jungfische als auch adulte Tiere leben gesellig in Gruppen von bis zu 60 Tieren.

Verbreitung

Diese Fischart ist edemisch vor der Banggai-Inselwelt. Banggai ist eine Insel, die zu Sulawesi gehört und zwischen Borneo und Neuguinea liegt. Nach ihrer Erstbeschreibung im Jahre 1933 durch den niederländischen Zoologen Dr. Frederik Petrus Koumans galt die Art lange Zeit als ausgestorben. Erst im Jahre 1995 wurde die Art durch indonesiche Taucher wieder entdeckt. Der Banggai-Kardinalbarsch lebt in Korallenriffen, Lagunen und Seegraswiesen bis in Tiefen von 100 Metern.

Nahrung

Der Banggai-Kardinalbarsch ernährt sich von kleinen Krebstieren, Zooplankton und vom Laich anderer Fische. Sie gehen grundsätzlich in der Nacht auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Der Banggai-Kardinalbarsch gehört zu den sogenannten Maulbrütern. Maulbrüter sind Fische, die zum Schutz vor Feinden die befruchteten Eier in ihr Maul nehmen. Hierzu hat der Banggai-Kardinalbarsch im Maul eine geräumige Bruttasche. Das Paarungsverhalten ist gekennzeichnet durch aufwändige Schwimmparade des Männchen, bei dem es um das Weibchen schwimmt und es regelrecht verfolgt. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen den Laich. Das können bis zu 60 Eier sein. Das Männchen nimmt den Laich in seine Bruttasche im Maul auf. Nach 25 bis 28 Tagen schlüpfen die Jungfische. Die Jungfische leben von Kleinstorganismen und halten sich die erste Zeit im Schutze von Anemonen auf.
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