Astia hariola

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Astia hariola

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Astia
Art: Astia hariola
Wissenschaftlicher Name
Astia hariola
C. L. Koch, 1879

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:032373]

Diese Spinnenart Astia hariola gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Astia. Im Englischen wird diese Art Golden-tail Jumper Spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Astia hariola erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 6 Millimeter. Diese Spinne ist eine sehr häufige Art und ist leicht an der Struktur des gelben, rötlichen und weißen Querbandes auf der Oberfläche des Opisthosoma zu erkennen. Allerdings sind die Markierungen bei dem Männchen deutlich heller gezeichnet als bei dem Weibchen. Des Weiteren besitzt das Männchen, wie bei allen Springspinnenarten üblich, stark vergrößerte und dicht weißlich behaarte Cheliceren. Das Prosoma weist drei markante kurze weißliche Längsstreifen auf. Die Beine sind ebenfalls dicht behaart und sind mit weißlichen bis gelblichen Flecken besetzt. Astia hariola kann aufgrund der Markierungen leicht mit der anderen Spinnenart Breda jovialis verwechselt werden. Die Spinne ist durch ihre untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und ihre besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. <2>

Lebensweise

Astia hariola ahmt mit ihren markanten farblichen Markierungen und mit ihrem schwarzen Körper die australische Goldameise Polyrhachis ammon nach. Die farblich markierten Querbänder scheinen zusammen eine Müllersche Mimikry darzustellen, d. h., dass sich die Spinne eine Warntracht zugelegt hat, so dass die natürlichen Fressfeinde die australische Goldameise Polyrhachis ammon und die Spinne kaum auseinanderhalten können und demnach alle gleich aussehenden Tiere meiden. Von dieser Warntracht profitieren letztendlich beide Arten.

Verbreitung

Astia hariola
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Astia hariola

Das Verbreitungsgebiet von Astia hariola befindet sich in Queensland sowie in Neusüdwales. Astia hariola hält sich vor allem in Eucalyptus-Wäldern auf, wo sie unter loser Rinde oder unter Steinen lebt. <3>

Ernährung

Wie alle Springspinnen ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Astia hariola erjagt die Beute aktiv, also nicht mit einem Netz. Als Lauer- und Anschleichjägerin wartet sie, bis sich ein Beutetier in erreichbarer Nähe befindet. Dann springt sie das Beutetier mit einem gezielten Sprung aus dem Hinterhalt an und injiziert mit einem Biss ein hochwirksames Nervengift, was die Beute lähmt. Mit den Vorderbeinen wird das Tier festgehalten bis das Gift seine Wirkung entfaltet. Die Ortung der Beutetiere erfolgt dabei visuell. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Der Biss dieser Art kann beim Menschen zu lokalen Schmerzen und Entzündungen führen.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Das Weibchen legt die Eier am Boden unter Steinen, unter loser Rinde oder Ästen in einem Gespinstkokon ab. Die Eier werden im Kokon geschützt eingewoben, welcher versteckt am Boden oder unter loser Rinde befestigt wird. Das Weibchen bewacht diesen Kokon bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge