Arapaima

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Arapaima

Systematik
Ordnung: Knochenzünglerartige (Osteoglossiformes)
Unterordnung: Knochenzüngler (Osteoglossoidei)
Familie: Knochenzüngler (Osteoglossidae)
Unterfamilie: Heterotidinae
Gattung: Arapaima
Art: Arapaima
Wissenschaftlicher Name
Arapaima gigas
Schinz, 1822

Der Arapaima (Arapaima gigas), auch Pirarucú genannt, zählt innerhalb der Familie der Knochenzüngler (Osteoglossidae) zur Gattung Arapaima.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Arapaima erreicht eine Körperlänge von über 300 cm sowie ein Gewicht von bis zu 200 kg. Die Durchschnittslänge liegt allerdings bei etwa 150 cm. Größere Exemplare sind sehr selten. Der längliche Körper ist gräulich bis orangegrau gefärbt. Die Schwanzflosse ist ausgesprochen klein und von rundlicher Form. Der Kopf ist langgezogen, abgeflacht und läuft spitz zu. Unmittelbar hinter den Kiemen sitzen die Brustflossen. Die kleinen Bauchflossen sitzen etwa in der Mitte des Körpers. Die Rücken- und Analflosse liegen jeweils hinten am Körper und schließen sich direkt an die Schwanzflosse an.

Lebensweise

In seinen natürlichen Verbreitungsgebieten gilt er als geschätzter Speisefisch und steht somit unter hohem Jagddruck. Zu den natürlichen Feinden gehört insbesondere der Kaiman.

Verbreitung

Arapaima
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Arapaima

Arapaimas leben in größeren Nebenflüssen des Amazonas. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich dabei über Brasilien, Peru und Guyana. Sie leben zumeist im Flachwasser und sind selten in trübem Wasser anzutreffen.

Ernährung

Arapaimas ernähren sich von kleinen Fischen und Amphibien. Auch im Wasser schwimmende Vögel und Kleinsäuger werden gerne gefressen.

Fortpflanzung

Der Arapaima erreicht die Geschlechtsreife etwa mit dem fünften Lebensjahr. Die Paarungszeit erstreckt sich in der Regel über die Monate Februar bis April. Während dieser Zeit herrscht ein niedriges Wasserniveau vor. Kurz vor der Eiablage wird eine Grube auf dem Boden ihrer Gewässer gegraben. Die Grube weist meist eine Tiefe von bis zu 20 cm auf und kann einen Durchmesser von bis zu 50 cm haben. Das Weibchen legt einige zehntausend Eier, die von beiden Elternteilen beschützt werden. Auch die geschlüpften Larven stehen unter ihrem Schutz.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 1. Vierter Band. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3

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