Anoa

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Anoa

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Rinder (Bovinae)
Gattung: Asiatische Büffel (Bubalus)
Art: Anoa
Wissenschaftlicher Name
Bubalus depressicornis
C.H. Smith, 1827

IUCN-Status
Endangered (EN) - IUCN

Der Anoa (Bubalus depressicornis), der auch Flachland-Anoa oder Tiefland-Anoa genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Hornträger (Bovidae) zur Gattung der Asiatischen Büffel (Bubalus). Sie gelten als die kleinsten lebenden Wildrinder.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Anoa erreicht eine Körperlänge von 160 bis 180 cm, eine Schulterhöhe von 85 cm, eine Schwanzlänge von 40 cm sowie ein Gewicht von 90 bis 220 Kg. Weibchen bleiben deutlich kleiner und leichter als Männchen. Die nach hinten gerichteten geraden Hörner, die einen dreieckigen Querschnitt haben, erreichen eine Länge von 25 bis 20 cm. Erwachsene Tiere haben ein sehr kurzes, fast nicht wahrnehmbares Fell, das eine bräunliche bis schwarze Farbe aufweist. Kehle und Vorderläufe weisen oft eine gelbliche bis weißliche Färbung auf.

Die tagaktiven Anoas loeben einzeln oder paarweise, selten in Gruppen von vier bis fünf Tieren. Aufgrund der Lebensraumzerstörung und der starken Bejagung durch Wilderer stehen Anoas heute kurz vor der Ausrottung. Das Washingtoner Artenschutzabkommen, Anhang I, stellt den Anoa unter Schutz. Der IUCN sieht die Art als stark bedrohte Art an.

Verbreitung

Anoas sind eine endemische Rinderart auf der indonesichen Insel Sulawesi, vormals Celebes. Sie leben in feuchten Tieflandwälder oder Sumpfgebieten.

Nahrung

Anoas ernähren sich von Gräsern, Sumpf- und Wasserpflanzen sowie von Farnen und reifen Früchten. Auf Nahrungssuche gehen sie meist in den Morgenstunden. Zu dieser Zeit sind sie am aktivsten. Sie können in begrenztem Maße Meerwasser trinken, um ihren Mineralhaushalt auszugleichen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreicht der Anoa mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit scheint sich in Freiheit ganzjährig zu erstrecken. Nach einer Tragezeit von 225 bis 315 Tagen bringt das Weibchen an geschützter Stelle in der Regel ein Jungtier, selten Zwillinge, zur Welt. Sie zieht ihr Junges ohne Hilfe des Männchens groß. Das Jungtier verfügt über ein dichtes wolliges Fell, das gegen Ende des ersten Lebensjahres nach und nach ausfällt. Zum Säugen stehen dem Jungtier vier Zitzen zur Verfügung. In Freiheit können Anoas ein Alter von rund 20 Jahren erreichen, in Gefangenschaft bis zu 30 Jahren.

Anhang

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

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