Anasaitis canosa

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Anasaitis canosa

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Anasaitis
Art: Anasaitis canosa
Wissenschaftlicher Name
Anasaitis canosa
(Walckenaer, 1837)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:032293]

Die Spinnenart Anasaitis canosa gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Anasaitis. Im Englischen wird die Art Twinflagged Jumping Spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Anasaitis canosa erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 4 bis 7 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 8 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Die Grundfärbung des Körpers ist in der Regel schwarz. Des Weiteren zeigen sich weiße Flecken mit einem irisierenden Band auf dem Panzer und den Palpen. Das Muster weist schillernde Farben wie pinkorange-gelb-grün-blau-violett auf und das querverlaufende Band auf dem Opisthosoma ist medial und seitlich von schillernden vier dunklen Flecken und schillernden flachen Borsten umgeben. Die Beine des Männchens weisen ein verwaschenes Blau auf und sind nicht deutlich gefranst und geringelt. Der Embolus am Pedipalpus (ein Teil des männlichen Geschlechtsorgans bei Webspinnen) zeigt eine moderate gebogene Spitze basal und distal sowie subventral am distalen Ende des Tegulum. Die Epigyne mit den Vorhöfen (meist bezogen auf einen Vorraum der Vulva oder der Buchlungen) ist aufgrund der schlechten oder nicht vorhandenen Entwicklung der fächerartig übereinanderliegenden Lamellen schwach entwickelt. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum anderen, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Anasaitis canosa
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Anasaitis canosa

Verbreitung

Anasaitis canosa kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Kuba, Florida, Georgia und Südkarolina. Sie hält sich überwiegend in gemischten Laubwäldern auf und zeigt eine Vorliebe für Fallaub, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae), Langfühlerschrecken (Ensifera), Kurzfühlerschrecken (Caelifera) sowie Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt das Weibchen still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Anasaitis canosa
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Anasaitis canosa

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge