Ameisenigel

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Ameisenigel
Langschnabeligel (Zaglossus bruijni)

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Ursäuger (Protheria)
Ordnung: Kloakentiere (Monotremata)
Familie: Ameisenigel
Wissenschaftlicher Name
Tachyglossidae
Gill, 1872

Ameisenigel (Tachyglossidae) zählen in der Unterklasse der Ursäuger (Protheria) zur Ordnung der Kloakentiere (Monotremata). In der Familie sind in 2 Gattungen 4 rezente Arten bekannt. Ameisenigel werden auch als Echidna oder Schnabeligel bezeichnet. Markantes Merkmal der Arten ist eine längliche Schnauze sowie eine lange, wurmförmige Zunge. Zusammen mit dem Schnabeltier (Ornithorhynchus anatinus) werden Ameisenigel zu den Kloakentieren gerechnet. Kloakentiere sind eierlegend und werden daher in eine separate, basale Gruppe gestellt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Entdeckung

Entdeckt wurde die erste Art der Ameisenigel im Jahre 1791, das erste Exemplar kam 1792 nach England. Es war der Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus). Ursprünglich dachte man, dass der Ameisenigel mit den Ameisenbären aus Südamerika verwandt seien. Die Art wurde insgesamt 4mal umbenannt, ehe der heute noch gültige Name, Tachyglossus aculeatus, gefunden wurde. Der Gattungsname Tachyglossus bedeutet "schnelle Zunge" und bezieht sich auf die Ernährungsweise.

Beschreibung

Externe Merkmale, Habitus

Der Körper der Ameisenigel ist dorsoventral leicht abgeflacht. Die ventrale Körperoberfläche ist flach oder leicht konkav. Die leicht gewölbte dorsale Oberfläche ist bedeckt mit Haaren und scharfen Stacheln. Die Stacheln können eine Länge von bis zu 60 mm erreichen. Der Bauch ist ebenfalls mit feinem Haar bedeckt, jedoch ohne Stacheln. Nur der zentrale Bereich um den Beutel ist nackt. Äußere Anzeichen eines Halses sind nicht erkennbar, der Kopf geht ohne Übergang in den Körper über. Ohrlöcher sind seitlich am Kopf vorhanden, externe Ohrmuscheln sind jedoch nicht erkennbar. Der Oberfkiefer ist stark verlängert und mit weicher Haut umgeben. Ameisenigel erreichen eine Körperlänge von bis zu 450 mm, eine Schnauzenlänge von bis zu 75 mm sowie ein Gewicht von bis zu 5.000 g. Die Nasenlöcher befinden sich dorsal am distalen Ende der Schnauze. Das Maul ist v-förmig und befindet sich ventral am distalen Ende der Schnauze. Die kleinen Augen weisen einen Durchmesser von kaum 9 mm auf und liegen an der Basis der Schnauze. Ein Hodensack ist bei den Männchen nicht vorhanden, die Testikel liegen intern im Bereich der Kloake, wo auch die Öffnung für Fortpflanzungsorgane sowie für die Abgabe von Kot und Urin liegt. Die Beine sind kurz und kräftig ausgebildet. Die vorderen Pfoten weisen kräftige Klauen auf, die der Grabtätigkeit beispielsweise in Ameisenbauten dienen. Der Kopf des Oberschenkelknochens geht horizontal in die Hüftgelenkpfanne ein, das Schienbein und Wadenbein sind leicht rückwärts verdreht. Die Klauen der Zehen IV und V sind kurz. Die längeren Klauen dienen zum einen dem Graben, zum anderen dem Putzen. Der Schwanz der Ameisenigel ist nackt und mit gut 90 mm recht kurz.

Atmungssystem

Die Lunge der Ameisenigel teilt sich in 2 asymmetrische Lappen, je ein Lappen auf der rechten und linken Körperseite. Dies stellt ein charakteristisches Säugetiermerkmal dar. Die Lungen weisen ein geringen Atemvolumen auf, die Konzentration von CO² ist dabei mit 10 bis 12 % ausgesprochen hoch. Diesen Zustand bezeichnet man als Hyperkapnie (erhöhter Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut). Ein Grund dafür ist wahrscheinlich die grabende Aktivität.

Thermoregulation

Ein reptilartiger Charakter bezogen auf die Thermoregulation der Ameisenigel ist nicht von der Hand zu weisen. Das Verstehen dieser könnte ein Licht auf die Evolution der Thermoregulation werfen. Anders als andere Säugetiere können Ameisenigel ihre Körpertemperatur nicht regulieren. Die Tiere sind nur bei Außentemperaturen von 29 bis 32 °C aktiv. Latent sind Temperaturen von 38 oder mehr °C. Die durchschnittlichen Umgebungstemperaturen liegen zwischen 0 und 24 °C. Sinken die Umgebugstemperaturen antworten Ameisenigel mit einem Anstieg des Sauerstoffverbrauchs und einer Erhöhung des Stoffwechseltempos. Dies erfolgt durch Zittern. Kein erhöhter Sauerstoffverbrauch tritt bei Umgebugstemperaturen von 20 bis 30 °C auf. Ameisenigel sind nicht in der Lage zu Schwitzen. Bei erhöhten Temperaturen tritt eine Vasodilatation, also eine Erweiterung der Blutgefäße ein. Bei zu warmen oder zu kalten Umgebugstemperaturen ziehen sich Ameisenigel an geschützte Stellen wie Höhlen zurück. Fallen Temperaturen unter einen bestimmten Wert und sinkt das Nahrungsangebot, so verfallen die Tiere in eine Kältestarre, den sogenannten Torpor. Ameisenigel können im Winter die Homeothermie verlassen, wenn es die Nahrungsressourcen zulassen.

Blutkreislauf

Das Herz gibt pro Minute und kg etwa 59 mm Blut ab. Der Herzschlag liegt bei rund 115 Schläge/min. Der arterielle Blutdruck beträgt systolisch/diastolisch 123/96 mm Hg bei einem Schlagvolumen von 1,4 ml. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bestehen hauptsächlich aus Hämoglobin, der bei einem Wert von 17,4 g/100-ml liegt. Die weißen Blutkörperchen bestehen aus neutrophilen Granulozyten (12%), Monozyten (1%) und Lymphozyten (87%). Die zu den Leukozyten gehörenden basophilen Granulozyten und die eosinophilen Granulozyten sind im Blut nur in geringen Konzentrationen vorhanden - praktisch also nicht vorhanden. Beide Leukozyten sind jedoch in den nahen Verwandten, den Schnabeltieren nachweisbar. Im Blut vorhanden sind auch Immunglobulin M und Immunglobulin G. Beide Antikörper sind Proteine (Eiweiße) aus der Klasse der Globuline und für Säigetiere typisch.

Skelett

Ameisenigel zeigen auch in der Osteologie reptilienartige bzw. sauropside Merkmale. Der Schädel der Ameisenigel ähnelt stark anderen Säugetieren. Spezielle Knochen im Chondrokranium (Teil des Kopfskelettes) weisen jedoch deutliche sauropside Merkmale auf. Ein Jochbein (Jugale) ist nicht vorhanden. Statt dessen sind auf jeder Seite dünne malare Bogen eine Art von Jochbein vorhanden. Wie bei anderen Säugetieren besteht der Unterkiefer aus einem einzelnen, länglich geformten Knochen. Die Kieferaufhängung artikuliert mit dem Schuppenbein (Squamosum). Der Malleus (Gehörknöchelchen) artikuliert mit dem Amboss (kleiner Knochen im Mittelohr), dieser wiederum artikuliert mit dem Steigbügel (Gehörknöchelchen im Mittelohr). Die Mittelohrlöcher liegen postero-ventral. Das ovale Fenster (Fenestra ovalis) weist eine Membran auf und befindet sich dorsal im gewölbten Mittelohrloch. Das Dach vom Schädel wird parietal von paarigen Scheitelbeinen geformt. Ameisenigel verfügen über 41 Wirbel, die sich in 7 Halswirbel (Cervical vertebrae), 16 Brustwirbel (Thoracic vertebrae), 3 Lendenwirbel (Lumbar vertebrae), 3 Kreuzbeinwirbel (Sacral vertebrae) und 12 Steißbeinwirbel (Coccygeal vertebrae) gliedern.

Sinnesorgane und Nervensystem

Das Gehirn weist tyypische Strukturen der Säugetiere auf. Das Kleinhirn ist groß und teilt sich in mehrere Lappen auf, die Oberfläche ist faltig. Das Dach des Mittelhirns (Mesencephalon) ist ebenfalls typisch und besteht aus 2 Lappen. Der Neocortex, der den Saurosida fehlt, befindet sich im Vorderhirn und stellt den jüngsten Teil der Großhirnrinde dar.

Andere Sinne

Der Augapfel weist einen Durchmesser von etwa 9,5 mm auf. Die Lederhaut des Auges (Sclera) ist fasrig und liegt in einer knorpeligen Tasche. Diese ähnelt den Reptilien, jedoch nicht anderen Säugetieren außer dem Schnabeltier. Die Retina (Netzhaut) weist wie bei allen Wirbeltieren die typischen Schichten auf. Dies ist eine dünne Schicht aus Nervenfasern und eine Rezeptorschicht. Die Anzahl der Sehnervfasern ist gering und liegt bei etwa 15.000. Binokulares Sehen ist bei den Ameisenigeln nachgewiesen, da die Augen nach vorne gerichtet sind.

An die Ohrknorpel schließen sich mehr oder weniger kleine Ohrmuscheln an und liegen dorsal zur Mittelohrmembran. Der Steigbügel ist in ein ovales Fenster, dem Fenestra ovalis eingepasst und gibt Impulse an einen mit Flüssigkeit gefüllten Raum der Cochlea, weiter. Das Gehör ist äußerst empfindlich. Selbst unter der Erde können Ameisen und Termiten wahrgenommen werden.

Die Schnauze hat mehrere Tastfunktionen. Die Haut der Schnauze ist lederartig und mit spezialisierten sensorischen Nervenfasern versehen. Es handelt sich um 4 verschiedene Mechanorezeptoren und 2 Temperaturrezeptoren. Die Temperaturrezeptoren liefern Informationen über Temperaturen über und unter der Erde. Die Riechorgane sind im Gegensatz zum Schnabeltier sehr gut entwickelt. Das Geruchsepithelium ist groß und besteht aus mehreren siebartigen Platten. Der Geruchsinn (Olfaktion) spielt auch während der Paarungszeit für die Partnerfindung eine große Rolle. Die Nahrung in Form von Ameisen und Termiten wird ebenfalls durch den olfaktorischen Sinn ermittelt.

Endokrine und exokrine Systeme

Die Hirnanhangdrüse bzw. die Hypophyse, eine Hormondrüse im ventralen Bereich der Schädelbasis, ist birnenförmig und weist 2 separate endokrine Drüsen auf. Dies sind die Pars nervosa und die Pars distalis, über beide werden Hormone in das Blut abgegeben. Abgegeben werden insbesondere die Peptidhormone Oxytocin und Vasopressin. Die Hypophyse weist sauropside Merkmale auf. Die Nebenniere, die eine Größe von 9 mal 4 mm aufweist, ist birnenförmig und liegt antero (zeitlich nach vorn gerichtet) zur mittleren Oberfläche der Niere. In der Nebenniere werden Steroidhormone wie Corticosteroide, insbesondere Cortisol, Corticosteron und Aldosteron synthetisiert. Der Thymus, Nebenschilddrüsen und die Schilddrüse liegen zwischen Rückenwirbel und Brustbein. Die Schilddrüse besteht im Wesentlichen aus sekretorischen Zellen.

Exkretion

Die Nierenanatomie der Ameisenigel ähneln denen anderer Säugetiere, wobei auch sauropside Merkmale zu erkennen sind. Das Nephron, also die funktionelle Untereinheit der Niere, ist auch bei den Sauropsida zu finden. Nierenarterien transportieren oxygeniertes Blut in die Nieren. Schadstoffe gelangen als Harnsäure und Allantoin von den Nieren über den Harnleiter in den urogenitalen Bereich der Kloake. Allantoin entsteht durch den Abbau von Nukleinsäuren. Das Urinvolumen ist bei den Ameisenigeln eher klein. Die Urinkonzentration ist mit 2.300 mOsm/kg Wasser jedoch sehr hoch. Dies stellt eine Anpassung an die Ernährungsgewohnheiten und den Lebensraum der Tiere dar.

Fortbewegung

Die Gelenkpfanne ist breit, die Oberarmknochen sind waagerecht platziert. Der Radius und die Elle artikulieren mit dem Kondylus (Gelenkfortsatz) des Oberarmknochens. Der plantare (fußsohlenseitige) Kontakt des Manus (Hand) zum Boden entspricht dem anderer Säuger. Die Oberschenkelknochen bewegen sich durch eine Rotation über die proximaldistale Achse. Die Rotation beträgt rund 45°. Dies entspricht weitestgehend einer sauropsiden Haltung. Der Sauerstoffverbrauch steigt dabei linear zur Gehgeschwindigkeit. Ein spezieller, dicker Muskel, der Panniculus carnosus befindet sich direkt unter der Haut des Rückens. Die Kontraktionen der Muskeln wirken sich auch auf den Beutel der Weibchen aus.

Lebensweise und Verhalten

Ameisenigel sind sowohl am Tage als auch in der Nacht aktiv. An warmen Tagen verlegen die Tiere ihre Aktivitäten auf die kühleren Abende oder Nachtstunden. Im Winter sind Ameisenigel hingegen nur am Tage aktiv. Dies hängt mit der mangelnden Fähigkeit, die Körpertemperatur zu kontrollieren zusammen. Bei Regen sind Ameisenigel für gewöhnlich inaktiv und ziehen sich an geschützte Plätze zurück. Schutz bieten beispielsweise Laubhaufen oder Termitenbauten. Ameisenigel beanspruchen ein Streifrevier mit einem Durchmesser von mehreren Hundert Metern. Telemetrische Messungen haben ergeben, dass der Durchmesser bei bis zu 800 m liegen kann. Es kommt zu täglichen Streifzügen mit einer Strecke von gut 500 bis 800 m. In den Ruhephasen halten sich die Tiere meist in ihren angestammten Höhlen auf, die nur gelegentlich gewechselt werden.

Verbreitung

Die Ameisenigel kommen in Australien und Neu-Guinea vor. Zaglossus bruijnii lebt im zentralen Gebirgszug von Neu-Guinea. Die Art unterscheidet sich von den australischen Ameisenigeln vor allem in der Größe und der langen grazilen Schnauze. Im späten Pleistozän trat diese Art auch in Australien auf, ist hier jedocch ausgestorben. Tachyglossus aculeatus kommt in Neu-Guinea und in Australien vor. Die Art lebt vor allem in den Küstenregionen.

Biozönose

Prädatoren

Zu den natürlichen Feinden der Ameisenigel zählen insbesondere Rotfüchse (Vulpes vulpes) und Dingos (Canis lupus dingo) sowie verwilderte Hauskatzen (Felis catus). Dies belegen fäkale Untersuchungen. Lokal stellen auch Reptilien (Reptilia) wie der Rosenbergs-Waran (Varanus rosenbergi) den Ameisenigeln nach.

Parasiten

Verschiedene Ekto- und Endoparasiten konnten bei Ameisenigeln nachgewiesen werden. Hier sind insbesondere Flöhe, Milben und Zecken zu nennen. Nachgewiesen sind auch verschiedene Fadenwürmer (Nematoda), Bandwürmer (Cestoda) und Sporentierchen. Endoparasiten wirken sich insbesondere auch auf die Mortalität aus.

Krankheiten

Auf die Bestandszahlen der Ameisenigel wirken sich auch Krankheiten wie Toxoplasmose (Erreger wird über den Kot von Katzen aufgenommen), Bronchopneumonie (Lungenentzündung) oder Gastroenteritis (entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes) aus. Der Ursprung der Erkrankungen ist meist wahrscheinlich bakterieller Art. Bakterien haben vor allem bei einem instabilen Immunsystem ein leichtes Spiel. Die Infektion durch Bakterien bezeichnet man in der Gesamtheit auch als Septikämie.

Ernährung

Ameisenigel ernähren sich hauptsächlich von Ameisen (Formicoidea) und Termiten (Isoptera). In geringen Mengen werden auch Regenwürmer (Lumbricidae) und Insektenlarven gefressen. Chitinöse Exoskletts von Insekten können nicht verdaut werden und werden mit dem Kot ausgeschieden. In trockenen Regionen werden Termiten als Nahrung bevorzugt. Warum das so ist, ist nicht bekannt. Termiten enthalten bis zu 80% Wasser; dies könnte ein Grund sein, da Ameisenigel ihren Wasserbedarf hauptsächlich über die Nahrung stillen. Lokal kann die aufgenommene Nahrung stark variieren. Die Nahrung wird ausschließlich über die sehr lange, wurmförmige und klebrige Zunge aufgenommen. Die Zunge kann über eine Länge von bis zu 180 mm aus dem Maul herausreichen. Die klebrige Masse besteht hauptsächlich aus Glykoproteine und wird in paarigen Unterzungendrüsen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit beginnt je nach Vorkommen zu unterschiedlichen Zeiten. Im südöstlichen Australien beginnt die Paarungszeit im Juni. Die Tragezeit erstreckt sich über gut 20 Tage, die Inkubationszeit der Eier beträgt 10 bis 11 Tage. Inkubiert werden die Eier im Beutel der Mutter. Die Lebensdauer der Ameisenigel ist mit bis zu 49 Jahren sehr hoch. Ein solch hohes Alter wird jedoch nur in Gefangenschaft erreicht. Aufzeichnungen über eine Lebensdauer in Freiheit liegen nicht vor. Die Entwöhnung der Nachwuchses ist nach 7,5 Monaten abgeschlossen.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Bis auf den Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus) gelten alle anderen Arten der Ameisenigel als kritisch gefährdet und stehen kurz vor der Ausrottung. Die größte Gefahr geht von der Bejagung durch die einheimische Bevölkerung aus. Hinzu kommt ein massiver Raubbau an den natürlichen Lebensraum der Tiere. Hier ist insbesondere die Ausbreitung der Landwirtschaft zu nennen.

Systematik und Stammesgeschichte der Ameisenigel

Die heutige Familie der Ameisenigel beeinhaltet zwei Gattungen (Zaglossus mit drei,Tachyglossus mit einer Art). Die Trennung von der restlichen Gruppe der Säugetiere (Eutheria und Metatheria) verlief vor rund 175 Millionen Jahren. Die Eigenschaften der cynodonten (primitiven) Säugetiere entwickelten sich vor rund 250 Millionen Jahren mit dem Vorhandensein von Haar und Gesäuge. Obwohl sie Eier legen gehören die Monotrematen genauso zu den Säugetieren wie die Schnabeltiere. Die erste fossil nachgewiesene Art (Teinolophus trusleri) ist schätzungsweise 115 bis 108 Millionen alt. Eine weitere Art die ein Vorreiter der Schnabeltiere darstellt war Steropodon galmani vor rund 105 Millionen Jahren. Die Fossilien-Funde der Schnabelige haben ihren Ursprung vor rund 15 Millionen Jahren mit Zyglossus robustus aus Gulong, New South Wales.

Familie: Ameisenigel (Tachyglossidae)

Gattung: Kurzschnabeligel (Tachyglossus)
Art: Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus)
Gattung: Langschnabeligel (Zaglossus)
Art: Attenborough-Langschnabeligel (Zaglossus attenboroughi)
Art: Barton-Langschnabeligel (Zaglossus bartoni)
Art: Westlicher Langschnabeligel (Zaglossus bruijni)
Art: Zaglossus hacketti
Art: Zaglossus robustus

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • MERVYN GRIFFITHS: Fauna of Australia: Mammals, Vol Ib: 001, Australian Govt Pub Service, 1989 (engl.) ISBN 978-0644077095
  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X
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