Afrikanischer Wildhund

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-Der [[Afrikanischer Wildhund]] (''Lycaon pictus'') gehört innerhalb der Familie der [[Hunde]] (''Canidae'') (Canidae) zur Gattung der [[Lycaon]]. Er wird auch Hyänenhund genannt, obwohl er mit den Hyänen nicht weiter verwandt ist. +Der [[Afrikanischer Wildhund|Afrikanische Wildhund]] (''Lycaon pictus'') gehört innerhalb der Familie der [[Hunde]] (''Canidae'') (Canidae) zur Gattung der [[Lycaon]]. Er wird auch Hyänenhund genannt, obwohl er mit den Hyänen nicht weiter verwandt ist.
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Afrikanischer Wildhund
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Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Gattung: Lycaon
Art: Afrikanischer Wildhund
Wissenschaftlicher Name
Lycaon pictus
Temminck, 1820
Verbreitungsgebiet

Der Afrikanische Wildhund (Lycaon pictus) gehört innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) (Canidae) zur Gattung der Lycaon. Er wird auch Hyänenhund genannt, obwohl er mit den Hyänen nicht weiter verwandt ist.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Afrikanische Wildhund erreicht eine Körperlänge von rund 80 bis 100 cm, ein Stockmaß von bis zu 75 cm sowie ein Gewicht von 20 bis 35 Kg. Das Fell ist bunt gemustert. Die Farbflecken reichen von weiß, gelblich, ocker bis hin zu dunkelbraun und schwarz. Die Schwanzspitze ist weiß. Alle Sinne des Wildhundes sind außerordentlich gut entwickelt. Die nach vorne gerichteten Augen ermöglichen eine sehr gute räumliche Orientierung. Die großen Ohren sind abgerundet und stehen nach oben ab.

Wildhunde leben in Rudeln von bis zu zehn erwachsenen Tieren und deren Nachwuchs. Ein Leithündin führt das Rudel an. Diese bringt auch nur Nachwuchs zur Welt. Der Leitrüde ist das ranghöchste Männchen. Trotz dieser harten Rangfolge innerhalb eines Rudels kommt es zu keinerlei Machtkämpfen. Wildhund-Rudel zeichnen sich durch ein harmonisches Miteinander aus. Tagsüber sieht man sie in der Regel an schattigen Plätzen beim Dösen. Aktiv sind sie in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Die größten Feinde der Wildhunde sind Hyänen und Greifvögel, die es vor allem auf den Nachwuchs abgesehen haben. Der Afrikanische Wildhund gilt heute als besonders bedrohte Art. Die Urbanisierung ihrer Habitate, Krankheiten und die starke Bejagung haben diese Art an den Rand des Aussterbens gebracht.

Verbreitung

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Afrikanischer Wildhund

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich in Afrika südlich der Sahara. Sie bewohnen offenes Grasland und trockene bis halbtrockene Savannengebiete. Sie bilden kein Revier, durchstreifen aber zum Teil Jagdgebiete, die fast 1.000 Quadratkilimeter groß sein können.

Nahrung

Auf die Jagd geht ein Rudel grundsätzlich gemeinsam. Sind Jungtiere im Bau vorhanden, so bleiben einige erwachsene Tiere bei den Jungen. Als ausdauernde Hatzjäger können sie bei der Verfolgung von Beutetieren Geschwindigkeiten von über 60 km/h erreichen. Sie jagen dabei sowohl nach Kleinwild in Hasengröße als auch nach Großwild wie Zebras, Antilopen und Gnus. Bei den größeren Tieren konzentrieren sie sich hauptsächlich auf kranke und schwache Tiere.

Fortpflanzung

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Die Geschlechtsreife tritt etwa mit 18 Monaten ein. Innerhalb eines Rudels pflanzen sich nur die Alphatiere fort. Nach einer Tragezeit von rund 11 Wochen bringt das Weibchen zwischen acht und zehn, oft auch mehr Jungtiere (Welpen) in einem geschützten Erdbau zur Welt. Diese Erdbauten werden von anderen Tieren übernommen oder in Besitz genommen. Die Welpen haben ein schwärzliches Fell, daß mit weißen Punkten gekennzeichnet ist. Die ersten 4 Wochen verbleiben die Jungtiere nur im Bau und werden dort auch gesäugt. Die Betreuung des Nachwuchses erfolgt durch alle Mitglieder eines Rudels. Nach 4 Wochen erkunden die Jungtiere zum 1. Mal die nähere Umgebung des Baues. Die Entwöhnung beginnt nach zwei bis drei Monaten. Anfangs werden sie noch mit hervorgewürgter Fleischnahrung versorgt. Nach drei bis 4 Monaten sind sie selbständig und folgen dem Rudel zur Jagd. Der Afrikanische Wildhund kann ein Alter von 10 bis 12 Jahren erreichen.

Links

Weitere Fotos des Afrikanischen Wildhundes
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