Adeliepinguin

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Adeliepinguin

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neornithes)
Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes)
Familie: Pinguine (Spheniscidae)
Gattung: Langschwanzpinguine (Pygoscelis)
Art: Adeliepinguin
Wissenschaftlicher Name
Pygoscelis adeliae
Hombron & Jacquinot, 1841

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Der Adeliepinguin (Pygoscelis adeliae) gehört innerhalb der Familie der Pinguine (Spheniscidae) zur Gattung der Langschwanzpinguine (Pygoscelis).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Adeliepinguin erreicht eine Körperhöhe von rund 50 bis 70 Zentimeter sowie ein Gewicht von 3.500 bis 5.000 Gramm. Das Gewicht kann innerhalb einer Saison aber stark schwanken. Während der Paarungs- und Brutzeit wird das niedrigste Gewicht erreicht, während der Mauser wird das höchste Gewicht erreicht. Die Vorderseite des Gefieders ist komplett weiß gefärbt. Der gesamte Flügel und Rücken sind arttypisch schwarz gefärbt. Charakteristisch ist der weiße Ring um die Augen. Der kräftige Schnabel ist ebenfalls schwarz. Die Geschlechter weisen keinen Geschlechtsdismorphismus auf. Unter dem sehr dichten Federkleid, das absolut wasserdicht ist, befindet sich eine dicke Speckschicht, die den Adeliepinguin zusätzlich gegen die extreme Kälte in seinem Lebensraum schützt. Die Fettschicht dient während der Brutzeit auch als Energiespeicher.

Im Winter leben sie auf Schollen des Packeises. Adeliepinguine leben dabei grundsätzlich in Küstennähe, da sie im Meer auf Nahrungssuche gehen. Dies ist in der Regel täglich der Fall. Auf ihren Tauchgängen in Küstennähe bleiben Adeliepinguine meist fünf bis sieben Minuten unter Wasser. Auf Nahrungssuche gehen sie in der Regel in der Nacht. Auf ihrer nächtlichen Nahrungssuche legen sie Entfernungen von fünf bis fünfzehn Kilometer zurück. Adeliepinguine sind ausgesprochen territorial und verteidigen neben ihrem eigenen Nest auch die ganze Kolonie. Zu den Hauptfeinden der Eselspinguine zählen insbesondere der Große Schwertwal, Seelöwen und Seeleoparden. Für Eier und Jungvögel können größere Möven gefährlich werden.

Verbreitung

Adeliepinguine leben in arktischen und subarktischen Regionen. Sie kommen dabei insbesondere in der Antarktis, in Argentinien, Chile, Australien, Neuseeland, den Falkland Inseln, den McDonald Inseln, auf Süd-Georgien und den Südlichen Sandwich Inseln vor. An Land leben Adeliepinguine zumeist an steinigen Küsten. Hier leben sie in zum Teil großen Kolonien. Aktuell sollen noch sieben bis acht Millionen Brutpaare die arktischen Regionen bevölkern. Im Sommer leben Adeliepinguine auf dem Festland, ansonsten am Rande der offenen Packeiszone.

Verbreitungsgebiet
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Verbreitungsgebiet

Nahrung

Adeliepinguine sind eifrige Krill- und Fischjäger. Darüber hinaus fressen sie aber auch kleinere Kopffüßer, Krebstiere und ähnliche Tiere. Dabei jagen die Pinguine überwiegend in benthischen Regionen, das heißt in der Nähe des Meeresbodens. Über 90 Prozent ihrer Nahrung besteht aus Krill. Auf Nahrungssuche gehen Adeliepinguine in der Regel in der Nacht. Dabei tauchen sie in Ufernähe für gewöhnlich in Tiefen von rund 20 Metern nach Nahrung. In Extremfall können aber auch Tauchtiefen von über 150 Meter erreicht werden.

Fortpflanzung

Weibchen erreichen die Geschlechtsreife mit etwa vier bis sechs Jahren, Männchen mit rund sechs bis acht Jahren. Die Paarungszeit beginnt in den arktischen und subarktischen Regionen im September oder Oktober. In den arktischen Lebensräumen leben heute noch etwa fünf Millionen Brutpaare. Das Männchen baut ein Nest und stellt es potentiellen Weibchen vor. Das Weibchen entscheidet alleine welches Männchen es zum Manne nimmt. Dabei achtet sie insbesondere auf die Qualität des Nestes. Ein Nest besteht aus einer Mulde, die mit losen Steinen und Kies umbaut und mit Pflanzenteilen ausgepolstert wird. Das Weibchen legt im Abstand von zwei bis vier Tagen insgesamt zwei Eier. Das erste Ei ist immer etwas größer als das zweite Ei. Die Eier werden im folgenden über einen Zeitraum von etwa 35 bis 40 Tagen ausgebrütet. Das Brutgeschäft teilen sich beide Elternteile. Abwechseln brüten sie und gehen auf Nahrungssuche. Gefüttert werden die Jungvögel mit hervorgewürgter und vorverdauter Nahrung. Das Schlupfgewicht beträgt etwa 100 Gramm. Im Nest bleiben die Jungvögel für rund vier Wochen, danach schließen sich viele Jungpinguine zu Gruppen zusammen, während die erwachsenen Tiere auf Nahrungssuche gehen. Nach gut 60 Tagen, nach der ersten Mauser, begeben sich die Jungtiere erstmals ins Meer. Die Überlebensrate bei den Adeliepinguinen liegt bei etwa 50 Prozent. In Freiheit können Adeliepinguine ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Boris M. Culik & Rory P. Wilson: Die Welt der Pinguine. Überlebenskünstler in Eis und Meer. Blv Buchverlag; 1993 ISBN 3405144760
  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X
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